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Wassermelonen

Wassermelonen

Wissenswertes zu Wassermelonen

Schon vor 4.000 Jahren ließen sich die Ägypter an heißen Tagen saftige Wassermelone schmecken. Auch heute noch erfreut sich die Wassermelone besonders im Sommer großer Beliebtheit. Ein hoher Wassergehalt und fruchtiger Geschmack machen Wassermelonen zur gesunden Erfrischung, fast ohne Kalorien. Am liebsten wird diese Melonensorte frisch und roh verspeist, doch leckere Wassermelone-Rezepte wie Bowle, Smoothies oder Fruchtsorbet sind der Renner auf jeder Gartenparty. In erster Linie enthält eine Wassermelone, Wasser, und zwar zu etwa 95 Prozent. Abgesehen davon stecken in den Fruchtfasern jedoch auch viele A- und C-Vitamine. Hinzu kommt ein nennenswerter Eisen-Anteil sowie ein geringer Natriumgehalt, der zusammen mit dem vielen Wasser die Nieren entwässert und reinigt. Eine Wassermelone hat kaum Kalorien, lediglich etwa 24 kcal pro 100 Gramm. Auch die Kerne der dieser Melone sind nicht zu verachten, denn sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß. Ursprünglich stammt die Wassermelone aus Südafrika. Da sie Sonne und trockenen, sandigen Boden liebt, wächst sie dort auch heute noch wild in der Steppe. Wilde Wassermelonensorten schmecken allerdings meist bitter und sind eher wegen ihrer Samen beliebt. Diese werden in vielen südlichen Ländern wie Sonnenblumenkerne geröstet und gesalzen und so als gesunder Snack verspeist. Auch Mehl oder Öl wird aus Wassermelonen-Kernen hergestellt. Heute zählen China, die Türkei, USA, Iran und Brasilien zu den wichtigsten Ländern für den Anbau dieser Art der Melone. Während Melonen generell zum Fruchtgemüse zählen, gehören Wassermelonen den Gurkengewächsen an, andere Melonen hingegen der Familie der Kürbisse. Ebenso wie ihre Verwandten wachsen die einjährigen, krautigen Wassermelonen-Pflanzen in verzweigten Ranken auf dem Boden. Eine ausgewachsene Wassermelone kann bis zu 100 Kilo schwer werden.

Anzucht aus dem Samen

Als erster Schritt werden die Samen vier bis sechs Wochen vor dem Pflanztermin einzeln in kleine Töpfe mit Aussaaterde gesät. Stellen Sie diese an einem hellen, warmen Platz auf und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Die optimale Keimtemperatur beträgt 22 bis 25 Grad. Im zweiten Schritt Pflanzen Sie die Setzlinge ab Mitte Mai im Abstand von 80 bis 100 Zentimeter ins Gewächshaus. Zuvor wird der Boden mit reichlich Kompost versorgt. Sie können die Pflanzen an Schnüren oder Rankgittern platzsparend in die Höhe wachsen oder sich flach ausbreiten lassen. Im dritten Schritt findet das Entspitzen im Juni statt, wenn die Pflanzen drei bis vier Laubblätter haben, fördert die Bildung weiblicher Blüten. Auch die Keimblätter werden entfernt, um die Belüftung in Bodennähe zu fördern. Im Sommer schneidet man alle Seitentriebe regelmäßig hinter dem vierten Blatt ab. Im letzten Schritt Pro Pflanze sollten Sie maximal sechs Melonen ausreifen lassen, der Rest wird entfernt. Betten Sie die Früchte auf Stroh, damit es auf der feuchten, humusreichen Erde im Gewächshaus nicht zu Fäulnisbefall kommt. Ab August sind die Melonen erntereif.

 

Pflege der Pflanze

Melonen kommen zwar aus den Tropen, werden aber einjährig kultiviert, was eine erfolgreiche Aufzucht auch bei uns durchaus denkbar macht. Wenn Sie nicht über ein Gewächshaus verfügen und die Melone nach der Vorzucht im Garten aufziehen möchten, sollten Sie das ganze Vorhaben aber von vornherein nur angehen, wenn ein passender Standort im Garten verfügbar ist. Es sollte möglichst warm sein, weniger als 12 Grad möchte keine Melone aushalten müssen. Der Standort im Freiland sollte so sonnig und windgeschützt wie möglich sein. Am besten wählen Sie die Ecke mit dem Mikroklima aus, das Sie im Sommer regelmäßig zum Schwitzen bringt. Denn am liebsten haben es die Melonen, wenn Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad erreicht werden. Die Bodentemperatur sollten mitziehen, um 25 Grad sind Melonen nur recht. Schwarze Beetfolie sammelt Wärme und hält die Feuchtigkeit im Boden. Zudem sollte der Standort jedes Jahr gewechselt werden. Wenn die Melonen nach Vorkultur im Freiland ausreifen sollen, brauchen sie einen optimalen Boden. Dieser sollte locker und wasserdurchlässig sein und Staunässe sollte ausgeschlossen sein Das Gut anschließend mit Nährstoffen anreichern (Kompost, Pferdemist untermischen)

Mit einem pH-Wert für optimale Nährstoffverfügbarkeit (6,3 – 6,8, ein bisschen in Richtung sauer, bis 6,0, ist möglich) sorgen. Melonen brauchen regelmäßig Wasser, ohne sie unter Staunässe zu setzen (dann droht schnell Wurzelfäule). Bitte vor allem bei kälterem Wetter nie kaltes Wasser aus der Leitung verwenden, immer abgestandenes Wasser oder Regenwasser. Gießen Sie Melonenpflanzen nie auf die Blätter, feuchte Blätter ziehen Pilze an. Dünger braucht die Melone jede Menge, Fruchtbildung und -reife kosten viel Kraft, Sie können gerne jede Woche etwas organischen Dünger in ausgewogener Nährstoffkomposition abwechselnd mit reifem Kompost und/oder Mist zuführen. Bevor die Früchte sich bilden, muss eine Bestäubung stattfinden, und das ist im Gewächshaus nur wahrscheinlich, wenn Sie in der Zeit der Blüte den “zuständigen Arbeitern” Zutritt gewähren (bzw. um die Zeit der Blüte, Melonenblüten bleiben nur ein paar Stunden an einem einzigen Tag geöffnet, die Insekten sollten dann schon im Gewächshaus sein). Also täglich und lange lüften, wenn die Blüte ansteht.

 

Die verschiedenen Sorten der Wassermelone

Die Wassermelonen bilden die Gattung Citrullus in der Familie der Kürbisgewächse, mit natürlichem Verbreitungsgebiet im tropischen Asien und Afrika, aber auch im Süden Europas und im Osten des Mittelmeerraums. Die Gattung besteht aus vier Arten, von denen vor allem die Wassermelone (Citrullus lanatus) und die Koloquinte (Citrullus colocynthis, für medizinische Zwecke) vom Menschen genutzt werden. Obwohl der Wassermelonen-Erwerbsanbau südlich von uns in Spanien seine Grenze hat, berichten Hobby-Melonenanbauer, dass die Wassermelonen bei uns ganz gut zurechtkommen und sich als robuster als die Zuckermelonen erweisen. Von den rund 150 Sorten der Wassermelonen sind uns die großen rotfruchtigen am vertrautesten, es gibt aber auch Wassermelonen-Sorten mit kleineren Früchten und weißem, gelbem, orangefarbenen oder grünem Fruchtfleisch. Die Fruchtrinde kann einfarbig hellgrün oder dunkelgrün sein, aber auch gestreift oder marmoriert. Bei uns erhalten Sie hochqualitative und preiswerte Samen für eine Anzucht von Riesen Wassermelonen!