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Radieschen – pinke, scharfen Knollen

Radieschen

Radieschen kennt wohl jedes Kind: dem einen sind sie zu scharf und der andere kann von diesem Gemüse nicht genug bekommen! Klein, rund und pink oder rot – so sehen sie meist aus. Dass es daneben noch weitere Arten und Sorten gibt, ist kaum jemandem bewusst. Radieschen gelten allgemein als sehr gesundes Gemüse. Gerne wird das abendliche Butterbrot damit veredelt oder man nutzt sie als kleiner Dekoration an verschiedensten Speisen. Doch sie können noch viel mehr, als lecker schmecken und nett aussehen! Kein Wunder, dass sie mittlerweile als wahre Wundermittel gelten, denn sie sind unheimlich gesund und nährstoffreich. Sie wirken auch positiv gegen kleinere Krankheiten und werden daher auch als Geheimwaffe gegen Pilze und eine Vielzahl an Bakterien genutzt. Welche Besonderheiten das Radieschen jedoch genau aufweist, wo es herkommt und wie es am besten genutzt bzw. selber angebaut werden kann, erklärt der folgende Artikel.

 

Radieschen als Wundermittel in der Gesundheit

Das Radieschen ist viel mehr, als ein markantes Gemüse. Sein scharfer Geschmack wird meist sofort deutlich. Wer sich wundert, warum sie so scharf sind, bekommt hier seine Antwort: in den kleinen Knollen sind verschiedene Pflanzenstoffe enthalten, wie z.B. Allyl-Senföl, die die Schärfe ausmachen. Diese Stoffe wirken wiederum gegen die Bakterien und Pilze im Magen und schützen somit die Verdauung des Körpers. Außerdem enthalten sie einen hohen Vitamin C Anteil. Wie hoch der Anteil an Vitamin C in dem Gemüse genau ist, lässt sich einfach feststellen, denn pinkere Radieschen haben durchschnittlich mehr Vitamin C, als blassere Exemplare des Knollengemüses.

Vitamin C ist wiederum allgemein bekannt als Schutz für das Immunsystem. Doch nicht nur das, denn sie wirken sich sogar auf das Hautbild aus: sie enthalten Selen, was wiederum als Anti-Aging Mittel genutzt wird. So kann man durch den Genuss von Radieschen ganz leicht auch die eigene Schönheit beeinflussen. Außerdem enthält das Radieschen Eisen und Phosphor. Diese beiden Stoffe stehen für die Energieversorgung des Körpers, eine geregelte Blutbildung und starke Knochen. Kein Wunder also, das das kleine Gemüse als wahres Wundermittel gesehen werden kann und daher manchmal zu Unrecht unterschätzt wird.

 

Die Vielfältigkeit der Zubereitung von Radieschen

Radieschen sehen nicht nur außergewöhnlich aus, sondern sind sie auch noch super lecker. Man kann sie roh, kalt oder warm essen und sowohl zubereitet im Gericht, als auch einfach mit etwas Salz an Snack für zwischendurch. Dadurch, dass sie dem Menschen so viel Energie liefern, werden sie auch gerne als ,,Energiekugeln“ bezeichnet. Zudem sind sie super kalorienarm: sie weisen nur ca. 14 Kalorien pro hundert Gramm auf. Gerne werden sie als Zutat im Salat verwendet: hierfür werden sie einfach einmal längs halbiert und mit den anderen Gemüsesaucen und einem leckeren Dressing serviert. Gerne werden Radieschen jedoch bei anderen Gerichten zur Dekoration verwendet. Von Röschen bis hin zum Einritzen von Mustern in das pinke Gemüse, ist alles möglich! Aber auch als einfacher Snack zwischendurch haben sie sich bewährt und freuen sich hier größter Beliebtheit!

 

Wo kommen die Radieschen her?

Da es Radieschen das ganze Jahr über im Handel zu kaufen gibt, sie jedoch in Deutschland nicht für diese Menge ausreichend angebaut werden können, werden viele aus dem Ausland importiert. Meist stammen diese dann aus Holland, Italien und Ungarn. Natürlich weisen diese Radieschen dann nicht mehr die Frische auf, die sie direkt nach der Ernte hatten, da sie hier einfach über eine längere Zeit hinweg transportiert wurden. Nur direkt nach der Ernte bzw. nach ein paar Stunden Lagerzeit, kann wirklich von einer hervorragenden Qualität bei dem Gemüse gesprochen werden. Nach längeren Fahrten, wie beispielsweise von Italien nach Deutschland, geht ein gewisser Teil dieser Frische des Produktes leider unweigerlich verloren.

Wem die Qualität und Frische bei seinen Produkten besonders wichtig ist, der sollte auf deutsche Betriebe zurückgreifen. Diese sind von März bis Oktober erhältlich. Meist stammen diese Radieschen dann aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz oder aus Nordrhein-Westfalen. Dieser Anbau erfolgt meist per Hand. Schon vier Wochen nach dem Aussähen können die fertigen Früchte geerntet werden. Diese werden danach sortiert, damit auch nur die besten Exemplare in den Laden bzw. auf den Marktstand kommen. Anschließend werden die guten Exemplare gewaschen und vom Laub befreit. Sobald sie für den Verkauf verpackt sind, können sie im Geschäft erworben werden.

 

Die verschiedenen Arten von Radieschen

Wenn man an Radieschen denkt, kommt einem wahrscheinlich direkt das Bild einer kleinen, knollenartigen, pinken Kugel in den Kopf. Kaum einer weiß jedoch, dass es neben dieser bekanntesten Form auch noch andere Sorten gibt. Die bereits genannte, rote bzw. pinke Art, ist zudem die beliebteste. Ihr scharfer Geschmack ist sehr markant und eignet sich super dafür, verschiedenste Speisen aufzupeppen. Neben den rosanen bzw. roten Radieschen gibt es jedoch auch weiße oder violette Exemplare. Auch hier gibt es größere und kleinere Formen. Geschmacklich variiert diese Art jedoch kaum zum bekannteren Radieschen. Eine weitere Form sind die langen, weißen, die aufgrund ihrer Form auch ,,Eiszapfen“ genannt werden. Sie schmecken jedoch eher wie Rettich, als wie das klassische Radieschen.

 

Der eigene Anbau von Radieschen 

Bei den Radieschen handelt es sich um eine Form von Gemüse, die vergleichsweise leicht zu züchten ist. Am besten eignen sich hierfür ein Zeitraum von März bis August. In diesem Zeitraum sollten die Gewächse eingesät werden. Dabei sollte man auf einen Abstand von ungefähr 6 cm zwischen den Pflanzen achten, da die einzelnen Gewächse sonst zu wenig Platz haben und die Wurzeln nicht ausreichend ansetzen können. Insgesamt sind sie nicht besonders anspruchsvoll, was ihre Anpflanzung betrifft, jedoch gedeihen sie in einem halbschattigen Platz am besten. Gerne kann das Radieschen auch mit anderen Arten von Gemüse in einem Beet oder dazwischen angesät werden. Sie benötigen auch nicht viel Pflege. Sie geben sich schon mit etwas Gießen ab und zu zufrieden.

Geerntet werden können die Radieschen bereits ca. 5 Wochen nach der Aussaat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Radieschen zwar noch vergleichsweise klein, weisen jedoch den intensivsten Geschmack auf. Wer seine Radieschen lieber milder mag, der kann bezüglich der Erntezeit etwas variieren. Anschließend können die Radieschen bis zu 2 Tagen im Kühlschrank gelagert werden. Wenn man sie in ein feuchtes Tuch einwickelt, erhöht sich die mögliche Lagerzeit.