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Parfümbaum – Cananga odorata

Parfümbaum

Der Parfümbaum – ein Poträt

Von der botanischen Zuordnung her gehört der Parfümbaum (Ylang-Ylang) der Pflanzenfamilie der Annonen Gewächse an. Jede dieser Pflanzen mit ihrem reichlichen Duft ausströmenden Blüten besteht aus neun gelblich-weißen Blütenhüllblättern in langer Zungenform mit leichter Drehung. Der Durchmesser einer einzelnen Blüte beträgt etwa 8 cm. Die kräftig grünen, 10 cm langen, glänzenden Blätter besitzen eine ovale Form, die spitz ausläuft. Sie sitzen in wechselständiger Anordnung an den Zweigen und Ästen. Allein schon beim Pflanzen-Namen Ylang-Ylang (Cananga odorata) steigt so manchem Duftkenner der facettenreiche, süßliche und angenehm schwere Duft von Exotik, Tropen & Träumen in die Nase. Der ausgefallene Klang des Namens lässt bereits auf eine asiatische Herkunft der Pflanze schließen. Die Bezeichnung entstammt der malaysischen Sprache und heißt übersetzt die „Blume der Blumen“. In natura ist das Parfum der Ylang-Ylang-Blüten ein noch größerer Genuss – und viel besser als ihr Destillat aus dem Ölfläschchen (Ätherische Öle), das in der Aroma-Therapie zur Pulssenkung und Atemberuhigung eingesetzt wird und einen beruhigenden Effekt auf Körper und Seele hat. Doch der Parfümbaum hat noch mehr zu bieten. Bereits 3-4 Jahre alte Pflanzen beginnen mit der Blüte in großer Zahl, bevorzugt in den warmen Sommermonaten. Ylang-Ylang wächst zu schlanken Bäumen mit aufstrebenden bis etagenartig angeordneten Ästen heran, die sich mit zunehmendem Alter überneigen oder schleppenartig wachsen. Je nach Überwinterungstemperatur sind sie immergrün oder tauschen ihr Laub während der Wintermonate aus. Tatsächlich handelt es sich bei dem Gewächs eher um einen Baum, der in seiner Heimat eine Höhe von 25 m erreichen kann. Zu Hause fühlt sich Ylang-Ylang auch auf den Philippinen und in Indonesien. Mittlerweile findet die Kultivierung zudem auf Madagaskar, in Haiti, Sumatra, Sansibar, Java und auf den Komoren statt, um die Blüten zur Gewinnung des herrlich duftenden Ylang-Ylang-Duftöls zu ernten. Die Qualität eines Parfümbaums liegt in seinem intensiven & exotischen Duft, seinen großen & langblättrigen & zartgelben Blüten und seinem attraktiven Wuchs. Er findet ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen Wohnräumen Verwendung, ab Mai bedingt in Topfgärten oder draußen im Garten bei geschütztem Stand (Balkon & Terrasse etc.) Der beste Standort im Sommer sollte sonnig, warm und windgeschützt sein, so mag es der Ylang Ylang (Cananga odorata). Beste Blühergebnisse erzielen Sie bei ganzjährigem Stand unter Glas oder an geschützten Standorten (z.B. Innenhöfe, überdachte Terrassen) im Freien. Für den Standort im Winter: Ylang Ylang hell bei 18 °C (+/- 5) °C überwintern, mit einem kurzfristigen Temperaturminimum bis zu 3 °C. Für die Pflege im Sommer halten Sie die Bodenfeuchte bei dem Ylang Ylang möglichst konstant, wozu im Sommer durchaus reichlich Wasser nötig ist. Gerade an vollsonnigen Plätzen verdunsten die dünnen, weichen Blätter viel Feuchtigkeit. Der Nährstoffbedarf ist mäßig bis hoch: Geben Sie von April bis September wöchentlich flüssigen Volldünger mit ins Gießwasser. Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beim Ylang Ylang beibehalten, Erde aber nicht über längere Zeit nass halten, sonst besteht die Gefahr von Wurzelfäulnis. Je nach Überwinterungsbedingungen wird ein Teil der Blätter erhalten oder das Laub fällt ab und wird ab April durch frische Knospen ersetzt. Schnitt: Ein Kappen langer, unverzweigter Triebe im März regt Ylang Ylang an, sich reicher zu verzweigen. Dennoch bleibt Ylang Ylang auch im Alter eher leicht und locker aufgebaut. Umtopfen: Wählen Sie neue Töpfe keinesfalls übertrieben groß, sondern topfen Sie alle zwei bis drei Jahre in kleinen Schritten um. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ratsam, auch wenn sie etwas mehr kostet. Gute Erde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Ausgewogene Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden können. In der Regel bleibt der Ylang – Ylang schädlingsfrei, in sehr seltenen Fällen Befall mit Schildläusen im Winter. Probleme rühren eher von Wurzelkälte oder -fäulnis durch zu nasse Haltung her.

Die Pflege des Parfümbaums

Der Exot mit dem phantastischen blumigen Aroma wird von Gärtnereien zur Kultivierung angeboten und zwar als Samen oder als Strauch im Topf. Oftmals ist dann vom Parfümbaum die Rede. Bis die ersten Blüten erscheinen vergehen fünf Jahre. Ylang-Ylang braucht einen sonnigen, windgeschützten Standort, im Sommer gerne auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Die Bodenfeuchte sollte stets konstant bleiben. Da Ylang-Ylang viel Wasser über die Blätter ausdünstet, muss ständig für Nachschub gesorgt werden mit wöchentlicher Zugabe eines Flüssigdüngers. Umgetopft wird alle 2-3 Jahre in hochwertige Kübelpflanzenerde mit Humusanteilen. Regelmäßiger Schnitt fördert das Blütenwachstum. Auch im Winter möchte Ylang-Ylang einen möglichst hellen Standort. Die Temperatur sollte dabei nicht unter 12° C fallen. Wird Ylang-Ylang während der Überwinterung einer Zimmertemperatur von 20-25° C ausgesetzt, behält der Strauch sein Laub. Bei Blattabwurf sprießen ab April wieder neue Blätter nach. Bei einem kühleren Stand muss die Wässerung entsprechend gedrosselt werden, denn Bodennässe würde die Wurzeln faulen lassen. Die professionelle Gewinnung des Ylang-Ylang-Öls erfolgt über Dampfdestillation. Für den Hausgebrauch eignen sich die Blüten zum Trocknen, die an einem Platz erfolgen sollte, der keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Sie können entweder in flachen Schalen zur Lufterfrischung bzw. als Raumduft oder in Kissen eingenäht als Duftsäckchen für den Kleiderschrank verwendet werden.

 

Der besondere Duft des Parfümbaums

Der Duft von Ylang-Ylang soll zudem eine stark aphrodisierende Wirkung haben. Kein Wunder, dass Ylang-Ylang als Kübelpflanze immer beliebter wird. Wird ihm viel Sonne und reichlich Wasser zuteil, wächst er schnell zu einer imposanten Pflanze heran, die während der Blütezeit traumhaft riecht. Der Name Ylang-Ylang lässt sich ableiten vom malayischen alang ilang, was so viel heißt wie “Blüten, die sich im Wind wiegen”. Wegen seines herrlichen Duftes, wird der Ylang-Ylang-Baum jedoch auch “Parfümbaum” oder “Blume der Blumen” genannt. Wissenschaftliche Untersuchungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts stattgefunden haben, beweisen, dass das Öl des Ylang-Ylang-Baumes gegen Malaria, Thyphus, Magen- und Darminfektionen sowie gegen Fieber und Entzündungen hilft. Eine nette Sitte in Indonesien ist es, das Bett eines frisch verheirateten Paares mit Ylang-Ylang-Blüten zu bestreuen. Für therapeutische Zwecke werden sowohl die Blüten als auch das Ätherische Öl des Ylang-Ylang verwendet. Das ätherische Öl darf ohne ärztliche Überwachung nicht innerlich angewendet werden. Überdosiert (auch beim Verdampfen) kann Ylang-Ylang Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Es ist auch besser, wenn Sie Ylang-Ylang nicht auf entzündete oder gereizte Hautpartien auftragen.