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Mohrrübe – Mehr als eine Beilage

Mohrrübe

Ob man sie nun Möhren, Karotte, Gelbe Rüben oder Mohrrübe nennt – gemeint ist immer das traditionelle orange Gemüse. Die Karotte wird bereits seit Jahrhunderten sehr gerne in Deutschland in sämtlichen Variationen als Beilage gereicht. Ob gegart, geschmort oder überbacken – die Möhre ist in sämtlichen Formen und Zubereitungen lecker und immer nährstoffreich. Doch das die Möhre mehr kann, als eine fade Beilage zu einem Gericht zu sein, ist schon lange klar! Im Trend liegen jetzt Möhren – Ingwer – Suppen oder leckere Möhrenpürees. Ganz traditionell wird die Möhre jedoch als Beilage zu Fleischgerichten serviert. Ihr beliebtester Partner, ist die Erbe, denn viele Gerichte zeichnen sich durch die Kombination von Möhren mit Erbsen aus.

Möhren können nicht nur längerfristig gelagert werden, sondern auch deutschlandweit angebaut werden. Dadurch gibt es das Gemüse zu jeder Jahreszeit im Handel oder dem Marktstand zu kaufen. Die Frische der Möhre erkennt man daran, dass die orange leuchtet und keine Schäden oder Flecken aufweist. Die frische Möhre ist fest und kräftig. Dieses Gemüse zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass es einen sehr hohen Carotingehalt aufweist. Durch diesen entsteht auch die orange Färbung der Karotte. Dieser ist für den Körper besonders wichtig, da er das Sehvermögen schützt, das Immunsystem stärkt und zudem gut für die Haut ist.

Durch die Nährstoffe und das Carotin in der Möhre, werden die Talgdrüsen in der Haut angeregt, sodass diese weniger zu Trockenheit neigt. Zudem kann der Farbstoff der Karotte ähnlich wie ein Lichtschutzfaktor in der Sonnencreme, die Haut vor UV-Strahlungen schützen. Weiterhin können Karotten bzw. Möhren bei Kreislaufstörungen helfen und effektiv gegen Magenbeschwerden wirken. Doch nicht nur der Carotingehalt ist bei der Möhre besonders groß, denn zusätzlich enthalten sie kaum Fett und sind daher sehr kalorienarm und super für eine gesunde, fettarme Ernährung geeignet. Die Möhren haben daneben noch einen großen Ballaststoffgehalt, der die Darmfunktionen unterstützt und magenfreundlich wirkt. Zusammen mit anderen Gemüsesorten hat man so super schnell einen gesunden, kalorienarmen Snack, mit dem man dem Körper etwas Gutes tun kann und der zeitgleich lecker schmeckt!

 

Anbau der Möhre

Da die Möhren das ganze Jahr über hinweg gedeihen kann, eignet sich das deutsche Wetter bestens, um Möhren selber im eigenen Garten anzupflanzen. Zusätzlich gestaltet sich der Anbau sehr einfach – jedoch neigen diese oft zu Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten. Diese können jedoch mit ein wenig Pflege umgangen werden. Besonders gut gelingt der Anbau von Möhren auf Sandböden. Dieser sollte zudem gut gelockert sein. Zwischen den einzelnen Reihen sollte hierbei ein Abstand von ca. 25 cm eingehalten werden, während die einzelnen Pflanzen ca. 4 cm Platz dazwischen aufweisen sollten. Nach der Ernte können die Möhren kühl und lichtgeschützt mehrere Wochen lang gelagert und aufbewahrt werden.

Regelmäßige Pflege und die frühzeitige Entfernung von Unkraut schützt die Möhren vor Erkrankungen. Besonders durch die Möhrenfliege können die Möhrengewächse tiefgreifende Schäden davontragen. Diese legt ihre Eier im Boden ab und die daraus schlüpfenden Larven fressen sich in die Wurzeln und zerstören die Pflanze somit. Schützend helfen hier Netze über den Gewächsen.

 

Ursprung der Möhre und Lagerung

Ursprünglich entstammt die Möhre bzw. Karotte oder gelbe Rübe, aus Asien- aufzeichnungen zu folge wurde die Möhre jedoch schon in der Antike als Heilpflanze genutzt. Die Karotte steht mittlerweile sogar auf Platz 2 der beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands. Vor der Möhre steht lediglich die Tomate auf Platz 1. Da die Möhre leicht verträglich und bekömmlich ist, wird diese auch gerne aufgrund der Nährstoffe und Vitamine als Babynahrung verwendet.

Möhren sollten ohne Blätter gelagert werden und können anschließend geschält, blanchiert oder gekocht werden. Das Beta-Carotin in der Karotte löst sich jedoch nur langsam. Um diese Stoffe und das einmalige Aroma der Karotte jedoch maximal zu entfalten, sollte die Möhre immer mit etwas Öl angedünstet werden. Dadurch kann das Beta-Carotin seine volle Wirkung entfalten und sich fettlösend auswirken. Im Sommer können die Möhren geraspelt oder geschnitten in einen Salat gegeben werden. Im Winter dagegen macht sich die Möhre ideal in einem leckeren Eintopf: Kartoffeln und Möhren geben hierbei eine perfekte Kombination ab!

 

Möhren als Snack – roh oder gekocht!

Die Möhre ist immer ein Genuß – ob roh mit Dips vor dem Fernseher oder als Beilage zu einem Abendessen. Außergewöhnliche Kuchen und Süßspeisen lassen sich mit Möhren ebenfalls fertigen: so werden Brote oder Muffins beispielsweise durch die Zugabe von geriebenen Möhren besonders saftig und lecker.

Besondere Vitaminbomben sind vor allem selbstgemachte Gemüsesäfte und Smoothies: hier kann man die Möhre mit anderen Gemüse- oder Obstsorten kombinieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem gesunden und zugleich leckeren Möhre -rote Bete – Apfel – Ingwer – Smoothie? Oder einem klassischen, selbstgemachten Karottensaft? Diese Säfte sind nicht nur sättigend, sondern auch eine wahre Wunderkur für den Körper. Kein Wunder also, dass sich Saftkuren einer immer größeren Beliebtheit erfreuen, da sie einfach positiv auf den Körper einwirken und ihn entgiften können. Und kaum ein Gemüse gibt so viel Geschmack ab, bzw. ist so vielseitig einsetzbar in seiner Verwendung, wie die Möhre!