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Flammenbaum (Delonix regia)

Flammenbaum

Der Flammenbaum erreicht in unseren Breiten eine Höhe von drei bis zehn Metern. Er präsentiert einen glatten Stamm von grauer bis bräunlicher Farbe. Außerdem entwickelt der Flammenbaum bei rechtzeitigem Schnitt eine weit ausgefächerten halbkugeligen Krone. Der Flammenbaum besitzt wunderschöne wechselständige Zweige mit Federblättern. Die Blüten bestehen aus fünf spachtelförmigen Blütenblättern von intensiv flammenroter Farbe. Die Blütezeit ist ab Mai bis Oktober. Seine Blüte erscheint erstmals nach drei bis fünf Jahren und er besitzt ca. 40 cm lange Hülsenfrüchte. Insbesondere der schnellwachsende Flammenbaum findet in seiner Heimat, den Tropen und Subtropen, Verwendung als Ziergehölz. Dort wächst er vor allem als hervorragender Schattenbaum in Parks, Gärten, aber auch in Alleen. Der Baum bietet darüber hinaus ein besonders leichtes, weiches und gleichzeitig hoch elastisches Holz, das spezielle Holzfasern präsentiert. Aus diesem Grund wird Flammenbaumholz gerne auch handwerklich verwendet. Nicht zuletzt finden die Pflanzenteile der Flammenbaum auch in der Volksheilkunde Beachtung. Traditionell wurden diese beispielsweise gegen Fieber und Blutarmut eingesetzt. Aber auch gegen Malaria soll der Flammenbaum ursprünglich geholfen haben.

 

Anzucht des Flammenbaums

Damit der Flammenbaum optimal gedeiht, ist vor allem die optimale Standortwahl von besonderer Bedeutung. Insgesamt gilt in diesem Zusammenhang zu beachten, dass die Pflanze an einem sonnigen und hellen Standort besonders gut wächst. Obwohl ausreichend Helligkeit für die Flammenbaum wichtig ist, sollte das Gewächs vor insbesondere während der Keimung vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden; es besteht leicht die Gefahr, dass die üppige Blütenpracht schnell verblüht. Bei der Wahl des Standortes ist darüber hinaus zu bedenken, dass der Baum eine Gesamthöhe von bis zu zehn Metern erreichen kann. Der Standort sollte entsprechend viel Platz bieten. Vor allem aber ist die Pflanze in einem Kübel zu kultivieren, da sie nicht winterhart ist und während der kalten Jahreszeit auf jeden Fall in ein spezielles Quartier gebracht werden muss; eine Auspflanzung zu diesem Zweck gestaltet sich nicht zuletzt aufgrund der Größe der Flammenbaum dann häufig schwierig. Für die Sommer-Standorte ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten; der Flammenbaum kann während dieser Zeit durchaus auf dem Balkon oder der Terrasse stehen, solange die Temperaturen auch nachts nicht unter 10°C absinken. Insbesondere starke Temperaturstürze werden von dem Gewächs nicht vertragen. Bei der Kultivierung auf dem Balkon oder der Terrasse ist unbedingt darauf zu achten, dass die Pflanze einen hellen und windgeschützten Platz erhält. Auch kleine Pflanzen, die gerade erst anfangen zu wachsen, können durchaus hier kultiviert werden. Besonders gut gedeiht der Flammenbaum auch in einem beheizten Wintergarten der in der Wohnung, wo sie sowohl im Sommer als auch im Winter gehalten werden kann. Für die Kultivierung des Flammenbaumes sollte ein hochwertiges Substrat zum Einsatz kommen, das reich an Nährstoffen ist, eine hohe Durchlässigkeit besitzt, locker und luftige Eigenschaften und eine hohe Wasserspeicherkapazität besitzt. Besonders gut eignen sich für die Kultivierung hochwertige Pflanzenerden mit grobkörnigen Anteilen wie Perlit oder Kies. Insbesondere während der Wachstumsphase benötigt der Flammenbaum stets reichlich Flüssigkeit. Ist das Wachstum abgeschlossen, sollte die Bewässerung insgesamt zwar regelmäßig, aber deutlich reduziert erfolgen. Insgesamt gilt, dass die Erde bereits gut abgetrocknet sein muss, bevor man das nächste Mal gießt; auf diese Weise wird eine Überversorgung vermieden.  Auch die zusätzliche Versorgung mit Nährstoffen sollte ausschließlich während der Anwachsphase erfolgen. In dieser Zeit erhält der Baum von Mai bis Oktober alle drei Wochen einen Dünger; hier eignet sich am besten ein hochwertiger Kübelpflanzendünger. Zur Pflege des Flammenbaumes gehört darüber hinaus auch das regelmäßige Umtopfen der Pflanze, das in der Regel alle zwei bis drei Jahre erfolgt. Das Umtopfen ist insgesamt unbedingt erforderlich; wird das Gewächs nicht einen größeren Bereich umgesetzt, wird das Höhenwachstum eingestellt und der Flammenbaum bleibt eine kleine Zierpflanze. Allerdings sind dabei große Sprünge von kleinen zu sehr großen Töpfen unbedingt zu vermeiden; das neue Pflanzengefäß sollte vor allem ausreichend Platz für die Wurzeln bieten. Zu den typischen Pflegemaßnahmen des Flammenbaumes gehört außerdem der Schnitt zur Kontrolle des Gesamtwachstums der Pflanze, außerdem um einen starke Verzweigung und einen dichten Wuchs zu erzielen und zur Ausbildung einer schirmförmigen Krone. Grundsätzlich gilt, dass die Pflanze bereits in jungen Jahren so oft wie möglich zurückgeschnitten werden sollte, damit sich später der Wuchs möglichst dicht entwickelt. Obwohl ein regelmäßiger Schnitt die Verzweigung durchaus fördern kann, führt diese Maßnahme bei Jungpflanzen nicht immer zum Erfolg. Die Stammhöhe beträgt in der Regel knapp zwei Meter; man schneidet die Flammenbaum ab dem Zeitpunkt, wenn sie etwa eineinhalb Meter Gesamthöhe erreicht hat; die Schneidemaßnahmen werden von oben her durchgeführt. Später werden dann alle Zweige, die zu lang geworden sind, möglichst niedrig gehalten. Während der kalten Jahreszeit benötigt der Flammenbaum in jedem Fall ein entsprechendes Winterquartier, da das Gewächs bereits bei Temperaturen unter 5°C Schaden nimmt. Zu den allgemeinen Bedingungen, die der winterliche Standort erfüllen sollte, gehören Temperaturen zwischen 10 und 20°C, etwas Helligkeit und ausreichend Wärme. Während der kalten Jahreszeit verliert der Flammenbaum seine Blätter. Hier gilt: Je dunkler die Überwinterung erfolgt, umso länger dauert auch die Phase des Blattabwurfs. Für die Überwinterung eignet sich beispielsweise ein heller Flur, der gemäßigte Temperaturen bietet. Unter diesen Bedingungen wachsen die Blätter schnell wieder nach, so dass das Gewächs auch in dieser Jahreszeit dekorative Elemente entfaltet. Besonders gut lässt sich der Flammenbaum jedoch auch in einem Wintergarten überwintern.

Mögliche Krankheiten des Flammenbaums und Schädlingsbefall

Vor allem im Winter kann der Flammenbaum von Schildläusen befallen werden. Dann zeigt sich ein charakteristisches Schadbild. Es bilden sich kleine napfförmige oder deckelförmige Schilde auf den Zweigen oder Blättern, oft in Triebachseln. Schädlinge sitzen dicht an dicht meist in krustigen Belägen klebrige Honigtauausscheidungen und Verkrüppelungen und Wachstumshemmungen. Um das Risiko eines Befalls mit Schildläusen bereits im Vorfeld zu minimieren, hat es sich als sinnvoll erwiesen, natürliche Feinde einzusetzen. Hierzu gehören beispielsweise Marienkäfer oder Schlupfwespen. Ist der Flammenbaum akut von dem Schädling befallen, sollte dieser mit Hilfe einer Drahtbürste von den Pflanzenteilen entfernt werden. Zusätzlich helfen auch ölhaltige Präparate, zum Beispiel Spritzungen mit Rapsöl oder Paraffinöl, denn die Läuse ersticken unter dem Film, den das Produkt bildet. Ansonsten können auch Weiße Fliegen zu einem Problem werden. Der Befall ist an den fleckigen und vergilbten Blättern zu erkennen; diese trocknen bei starkem Befall aus und fallen ab. Auf den Blattoberseiten finden sich häufig zusätzlich Honigtauausscheidungen, die oft von Rußtaupilzen besiedelt werden. Die kleinen weißen Insekten fliegen bei Berührung der Blätter meist zahlreich auf. Vorbeugend helfen wiederum Schlupfwespen als natürliche Gegenspieler der Schädlinge; auch Gelbtafeln können helfen, den Schädlingsbefall einzudämmen. Notfalls muss der Einsatz von Präparaten erfolgen, die mehrmals in kurzen Abständen gespritzt werden. Insbesondere ein regennasser Sommer kann sich negativ auf die Pflanze auswirken; die Feuchtigkeit kann dann schnell zu Schimmel, aber auch Rost und Mehltau führen. Aus diesem Grund hat es sich als sinnvoll erwiesen, das Pflanzengefäß stets gut vor solchen Witterungseinflüssen zu schützen. Einen präventiven Effekt entfalten darüber hinaus auch ein warmer und heller Standort. Auch Wurzelschäden können beim Flammenbaum auftreten; diese zeigen sich insbesondere wenn der Baum zu kalt steht, weshalb stets auf eine ideale Umgebungstemperatur zu achten ist.

 

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Kornblume (Centaurea cyanus)

Kornblume

Herkunft und Aussehen der Kornblume (Centaurea cyanus)

Die Kornblume mit ihren blauen bis violetten Blütenkörben dürfte den meisten im deutschen Sprachraum bekannt sein. Auch wenn die Pflanze mit dem botanischen Namen Centaurea cyanus in den letzten Jahren wieder etwas häufiger anzufinden ist, steht sie immer noch unter Naturschutz. Mit wenig Aufwand lässt sich die Kornblume auch auf dem Garten oder auf dem Balkon anbauen. Das Vorkommen der Kornblume lässt sich grob auf Westasien und Europa zusammenfassen. Die Pflanze mit den wunderschönen blauen Blüten ist wahrscheinlich aus dem Mittelmeergebiet nach Mitteleuropa durch den Menschen eingeschleppt worden und hat sich seit diesem Zeitpunkt kontinuierlich nach Norden und Osten ausgebreitet. Die Kornblume ist häufig in der Nähe am Rand von Getreidefeldern anzutreffen, was auch ihren Namen erklärt. Sie wächst vor allem an Standorten, die offen und eher nährstoffarm sind. Gelegentlich ist sie auch an Brachflächen sowie im Ödland wild zu finden. Die Kornblume gehört zur großen Pflanzenfamilie der Korbblütler. Verwandt ist die Kornblume u.a. mit dem Löwenzahn, mit der Ringelblume oder dem Huflattich. Die Gattung Flockenblumen ist sehr artenreich und umfasst mehr als 350 Arten. Bekannte Arten aus dieser Gattung sind u.a. die schwarze Flockenblume die Wiesen-Flockenblume oder die Sonnenwend-Flockenblume. Einige dieser Arten spielen in der Naturheilkunde eine gewisse Rolle. Da die Pflanze in einigen Gärten gern angebaut wird, haben sich über die Jahre auch einige Varietäten (Unterarten) der Kornblume herausgebildet, die meist Züchtungen durch Menschenhand sind.

Kornblumen sind einjährig und zweigeschlechtlich. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen 40 und 90 cm, je nach Standortbeschaffenheit. Mit ihren schlanken und teils spindelförmigen Wurzeln gelangt sie meist bis zu 30 cm tief in den Boden. Die Blätter der Kornblume unterscheiden sich von unten nach oben. Die bodennahen Blätter sind in der Regel größer als die in Richtung Pflanzenspitze. Im oberen Bereich sind die Blätter meist schmal, lanzettlich und meist ganzrandig, während die unteren Blätter eingeschnitten bis leicht gesägt sind. Kornblumenblätter haben eine auffällige Blattbehaarung, die sich flaumig anfühlt. Die Blütezeit der Kornblume ist in der freien Natur meist zwischen Ende Mai bis Mitte September zu erwarten. Dort bildet die Wildform der Pflanze blaue bis leicht violette Blüten aus. Da die Kornblume zu den Korbblütlern gehört, sind die Blütenstände entsprechend Körbchen förmig und bestehen meist aus etwa 30 so genannten Röhrenblüten. Im Zentrum der Blüte befinden sich die meist deutlich violett gefärbten Hüllblätter. Einige Zuchtformen und in seltenen Fällen auch einige Wildformen können auch rosa bis weiß gefärbte Blütenkörbe aufweisen. Zur Fruchtreife entwickeln sich aus den Korbblüten die für die Pflanzenfamilie typischen Achänen Früchte. Jede Frucht besitzt ein behaartes Schirmchen, die der Verbreitung durch Wind dient. Die Frucht selbst ist weißlich bis gelblich und bis zu 5 mm lang.

Anzucht der Kornblume

Gärtner, die die schönen Blüten der Kornblume nicht missen wollen, können diese leicht anbauen. Die Pflanze ist – insofern die Standortansprüche gut bekannt sind – sehr pflegeleicht. Der Anbau der Pflanze hat sogar einen ökologischen Vorteil, da Kornblumen heute in freier Natur nur noch sehr selten anzutreffen sind. Mit dem Anbau erhöht sich die Chance, dass die auch als Kornnelke bekannte Art, sich wieder bei uns ausbreitet. Zum einen sollte bei der Standortwahl folgende einfache Regeln eingehalten werden. Die Kornblume wächst am besten an sonnenexponierten Standorten. Optimal sind humusreiche, durchlässige, lockere und leicht kalkhaltige Böden, wobei auch nährstoffarme und zum Teil sandige Böden toleriert werden. Im Garten sollte die Kornblume nicht auf überdüngtem bzw. sehr nährstoffreichem Boden angebaut werden, da die Nährsalze der Wurzel schnell zusetzen und die Pflanze Mangelerscheinungen erleidet. Bei der Aussaat der Kornblume ist es wichtig zu beachten das die Kornblume ein Kaltkeimer ist und daher sind die Monate März bis April bestens für die Aussaat der Samen geeignet. Die Kornblumensamen können jedoch bis Ende Mai ausgesät werden, wenngleich meist mit deutlich kleineren Pflanzen gerechnet werden muss. Viele Quellen empfehlen zwar eine Anzucht zu Hause, die jedoch nicht wirklich erforderlich ist. Im Freiland sollten Pflanzabstände von etwa 25 bis 30 cm zu jeder weiteren Pflanze eingehalten werden. Die Samen benötigen Licht um sich optimal zu entwickeln. Die gelblichen Körner sollten daher maximal bis einen Zentimeter in die Erde gedrückt werden. Bei optimalen Keimbedingungen erscheinen die Keimlinge in der Regel 10 bis 14 Tage nach der Aussaat. Bei der Düngung gehen sie folgendermaßen vor. Wächst die Kornblume auf einem intakten Gartenboden oder in mit Sand vermischter Blumenerde muss in der Regel nicht gedüngt werden. Bei Topfkulturen sowie auf einigen nährstoffärmeren Standorten können aber gute NPK-Dünger kurz vor der Blütezeit in schwachen Gaben in den Boden bzw. die Erde zugeführt werden. Soll die Kornblume mehrere Jahre am selben Platz wachsen, können einige Gaben Kompost oder Mist im Spätherbst in den Boden eingearbeitet werden. Grundsätzlich ist die Kornblume eher an trockenere Standorte angepasst. Gegossen werden sollte vor allem nach längeren Trockenphasen oder an sehr heißen Tagen in den Abendstunden. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Böden nicht allzu feucht sind. Staunässe sollte in jedem Fall vermieden werden, da dies zum Verfaulen der schlanken Wurzeln führen würde. Besondere Pflegehinweise gibt es bei der Kornblume nicht zu beachten. Da Kornblumen mehrfach blühen können, kann das Entfernen der verblühten Blütenstände eine neue Blütephase fördern. Kornblumen sind einjährige Pflanzen, die nach der Fruchtreife absterben daher müssen Maßnahmen zur Überwinterung nicht getroffen werden.

Die Kornblume als Heilkraut für den Menschen

Die Kornblume, die in einigen Regionen auch als Kornnelke bekannt ist, enthält zahlreiche nennenswerte Inhaltsstoffe, die die Verwendung als Heilkraut rechtfertigen. Vor allem die im Kraut und in den Blüten enthaltenden Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe und Schleimstoffe sind hier zu nennen. Die Wirkung der oberirdischen Pflanzenbestandteile kann wie folgt zusammengefasst werden: blähungslindernd, leicht verdauungsfördernd, entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilungsfördernd. Die Zusammensetzung der Wirkstoffe bzw. die Wirkungen der Kornblume, werden in der Volksmedizin heute für folgende Beschwerden bzw. Krankheiten verwendet, dazu gehören Blasenbeschwerden, leichte Nierenbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, nervöse Unruhezustände und chronischer Husten. Die Blüten und das Kraut werden nur selten pur verwendet. In der Regel werden Kornblumenbestandteile mit anderen Heilkräutern vermischt. Dargereicht werden vor allem Teeauszüge und Tinkturen. Kornblumen werden heute noch als Hausmittel bei einigen Augenbeschwerden verwendet. Breiumschläge, wässrige Extrakte und Salben aus Kornblumen sollen vor allem bei Bindehautentzündung, Entzündungen der Augenlider und bei lästigen Tränensäcken helfen. Empfohlen werden ein bis zwei Teelöffel Kornblumenblüten in einer Tasse mit kochendem Wasser zu extrahieren. Mit diesem Extrakt wird ein Umschlag angefertigt, der dann auf die Augen aufgelegt wird. Die Kornblume hat aufgrund ihrer zahlreichen Wirkstoffe womöglich ein deutlich höheres Potenzial als Heilkraut wahrgenommen zu werden. Die wenigen vorhandenen Studien lassen zumindest darauf schließen, dass die Pflanze mit vielen positiven Gesundheitsaspekten aufwarten lässt.

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Trompetenbaum (Catalpa bignonioides)

Trompetenbaum

Herkunft und Aussehen des Trompetenbaum

Der Trompetenbaum wächst in den Regenwäldern von Argentinien, Paraguay, Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern. Er ist ein immergrüner Baum mit roten oder violetten Blüten. In manchen Gegenden kann er bis zu 700 Jahre alt werden. Geerntet wird der innere Teil der Rinde. Der Rest der Rinde sollte nicht verwendet werden, da er nicht so wertvolle Wirkstoffe enthält. Nach der Ernte wächst die Rinde des Trompetenbaums relativ schnell wieder nach. Der Baum erleidet also keinen dauerhaften Schaden. Die Innenrinde des Trompetenbaums war ein Allround-Heilmittel der Inkas. Auch die heutigen Einheimischen Südamerikas verwenden den Trompetenbaum gegen allerlei Krankheiten.

Erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Trompetenbaum auch von den Forschern und Medizinern des Abendlandes entdeckt. In Europa ist er weitgehend unbekannt, aber in Nordamerika ist er ein Mode-Heilmittel. Manche preisen ihn als eine Art Wundermittel, das sogar Krebs bekämpfen kann, andere vermuten beim Trompetenbaum-Tee eine reine Placebo-Wirkung. Die Wirkung gegen Krebs ist sehr umstritten, denn die Innenrinde des Trompetenbaums enthält zwar Wirkstoffe, die gegen Krebs helfen können, aber wenn man Trompetenbaum ausreichend stark dosieren würde, damit diese Stoffe wirken könnten, würde man unter sehr starken Nebenwirkungen leiden. Seine Förderung des Immunsystems und die antibakterielle Wirkung sind weniger umstritten. Daher ergibt sich auch ohne die Hoffnung auf Hilfe bei Krebs ein reiches Einsatzspektrum für den Trompetenbaum.

 

Wirk- und Inhaltsstoffe des Trompetenbaums

Bei der innerlichen Anwendung der Trompetenbaum-Innenrinde sollte man vorsichtig sein. Man sollte Trompetenbaum-Tee nicht überdosieren und nicht länger als sechs Wochen am Stück trinken. Schwangere sollten auf Trompetenbaum-Tee verzichten und ihn nur äußerlich anwenden. Für den Tee kocht man 2 TL Rinde auf 1 Liter Wasser für fünf Minuten. Anschließend lässt man den Tee noch eine Viertelstunde ziehen. Von diesem Tee trinkt man 1 Liter pro Tag (maximal 6 Wochen, dann 4 Wochen Pause). Die äußerliche Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Man kann Trompetenbaum-Tee für Waschungen und Bäder nehmen oder saubere Tücher als Kompressen in den Trompetenbaum-Tee einweichen. Trompetenbaum eignet sich auch für die Anwendung Die Droge wird innerlich und äußerlich bei Tumoren, Leukämie, Bronchitis, fieberhaften Erkrankungen, Asthma, Magenschmerzen und bei Schmerzen aber auch als Badezusatz bei Ekzemen und bei Pilzinfektionen. Die Verwendung der Droge bei Krebs und den zahlreichen anderen Krankheiten geht primär auf die Indianer Perus, Paraguays und Boliviens zurück. Die genannten Anwendungen sind nicht wissenschaftlich belegt.

Der Trompetenbaum-Tee spielt vor allem in den Bereichen der alternativen Medizin eine wichtige Rolle. Die Innenrinde des Trompetenbaums wird überwiegend zur Herstellung von Tees genutzt. Hierfür kocht man 2 Teelöffel Rinde in 1 Liter Wasser fünf Minuten lang, lässt dies dann 15 Minuten langziehen und seit den Aufguss anschließend ab. Diesen Tee trinkt man lauwarm oder gekühlt über den Tag verteilt, maximal 6 Wochen lang. Der Trompetenbaum hat ein hartes und schweres Holz von hoher Qualität. Daneben eignet sich die Innenrinde zur Zubereitung eines Tees: Die wässrigen Extrakte der Rinde nutzten bereits die Inkas, und später übernahmen die Indianer von Peru, Bolivien und Paraguay den Trompetenbaum-Aufguss als Heil- und Genusstee. Neben Kalium, Calcium und Eisen enthält Trompetenbaum-Tee auch Spurenelemente wie Barium, Strontium, Iod und Bor, jedoch kein Coffein. Wirksame Substanzen im Trompetenbaum-Tee sind vor allem die antibiotischen Naphthochinonverbindungen Lapachol, die einen die Verdauung anregenden, tonisierenden Effekt besitzen. Untersuchungen in Zusammenhang mit einer vermuteten Wirksamkeit gegen Krebs konnten diese nicht bestätigen und warnen vor negativen Nebenwirkungen. Der Geschmack des Tees ist erdig mit einer leicht süßlichen Vanille-Note und dem des Rotbuschtees ein bisschen ähnlich.

 

Anzucht des Trompetenbaums aus dem Samen

Optisch ist der Trompetenbaum eine äußerst beeindruckende Erscheinung, erst recht, wenn der Exot bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Die kräftig grünen, herzförmigen Blätter werden bis zu 20 Zentimeter lang und bilden eine üppige Belaubung, die allerdings erst recht spät im Jahr in Erscheinung tritt. Die orchideenartigen, weißen Blüten entwickeln sich zwischen Juni und Juli zu einem prächtigen Blütenmeer, woraus sich bis zum Herbst bis zu 40 Zentimeter lange Hülsenfrüchte entwickeln. Diese beinhaltenen Samen, die auch zur Vermehrung des Trompetenbaums genutzt werden können. Im Gegensatz zu den meisten heimischen Gehölzen reifen die Samen des Trompetenbaums jedoch nicht im Herbst, sondern erst im folgenden Frühjahr. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie an der Farbe der Schoten – solange diese noch grün sind, dürfen sie noch am Baum verbleiben. Sie können mit der Ernte beginnen, sobald sich die Früchte braun färben. Dies ist in der Regel etwa zwischen Januar und März der Fall. Die darin befindlichen, sehr feinen Samen sind flach und weisen Haarbüschel auf.

Allerdings entwickeln Trompetenbäume nicht in jedem Sommer Samen, so manches Mal bleiben die Schoten auch leer. Die besten Chancen haben Sie nach einem sehr warmen und langen Sommer. Trompetenbaum-Samen sind mit einer Keimhemmung versehen, die durch einen Kältereiz durchbrochen werden muss. Daher ist es sinnvoll, entweder die Fruchtschoten über den Winter am Baum zu belassen oder aber die Samen zu stratifizieren. Dies geschieht, indem Sie die Samen, in einen gut verschlossenen Behälter mit feuchtem Sand verpackt, für einige Wochen in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks legen. Gekaufte Samen sind in vielen Fällen bereits stratifiziert, so dass dieser Schritt entfallen kann. Die weitere Anzucht funktioniert ganz unkompliziert nachfolgendem Schema: Lassen Sie die Samen zunächst 24 Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen. Säen Sie sie in ein Pflanzgefäß mit Anzuchterde und bedecken Sie sie leicht mit Substrat. Halten Sie das Substrat gleichmäßig leicht feucht. Stellen Sie das Töpfchen in ein Zimmergewächshaus oder bedecken Sie es mit Folie. Am besten aufgehoben ist das Pflanzgefäß an einem hellen und warmen Ort. Lüften Sie mehrmals täglich. Die sehr keimfreudigen Samen die Sie bei uns im Shop erwerben können, zeigen oft schon nach wenigen Tagen erstes zartes Grün.

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Japanischer Ahorn

Japanische Ahorn

Der Japanische Ahorn (Acer japonicum) ist ein kleiner Baum oder auch Strauch, der wie der Name schon denken lässt, aus Japan stammt. Er kann bis 10 Meter hoch werden. Auffallend ist die Herbstfärbung. Die Blätter wechseln dann die Farben, werden leuchtend gelb, orange und rot. Die Blüten des japanischen Ahorns sind zwar nicht groß, aber sie fallen trotzdem auf. Es sind Trugdolden (10 bis 15 Blüten, lang gestielt). Die Blüten haben purpurrote Kelch- und rosa Kronblätter. Zwei weitere Besonderheiten zeichnen den Japanischen Ahorn aus, spezielle Blatt- und eine ganz eigene Wuchsform. Die Pflanzen sind gut als Solitär geeignet, so erzielen sie die beste Wirkung. Viele Sorten sind auch für die Haltung in Pflanzgefäßen ideal. In typischen Japangärten findet man meist mehrere Japanische Ahornbäume. Auch das gibt ein harmonisches Bild. Alle Arten des Baumes fallen durch ihr Laub, ihre Wuchsform und viele durch spektakuläre Herbstfärbung auf. Besondere Wirkung entfalten die farbigen Bäumchen vor einem grünen Hintergrund, also vor einer Hecke. Alle Japanischen Ahorne können recht gut unterpflanzt werden. Das Wurzelwerk ist eher locker verzweigt und besitzt einen geringen Feinwurzelanteil. Der Japanische Ahorn ist recht pflegeleicht. Wichtig für einen guten Wuchs und einen gesunden Baum sind der entsprechende Standort, die Bodenvorbereitung bei der Pflanzung und das richtige Wässern. Ansonsten hat man nicht viel zu tun. Der Schnitt beschränkt sich auf das herausschneiden kranker oder abgestorbenen Triebe. Gedüngt wird auch nur einmal jährlich. Die meisten der Ahorne sind ausreichend winterhart. Nur getopfte Exemplare brauchen etwas Schutz. Insgesamt ein wunderbares Gartengehölz, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Standort, Substrat und Pflanzung sind größtenteils verantwortlich für die tolle Laubfärbung. Nur wenn die Pflanze sich wohlfühlt, bringt sie die tollen Farben hervor.

 

Pflege des Roten Ahorn Baumes

Der Standort ist von größter Wichtigkeit. Die einzelnen Sorten haben da recht unterschiedliche Wünsche. Diese sollte man kennen und erfüllen, sonst hat man nicht viel Freude an seinem Japanischen Ahorn. Viele Sorten vertragen knallige Sonne, brauchen diese regelrecht, um die schönen Farben auszubilden. Einige der Ahorngewächse vertragen aber Sonne nicht gut. Beim Kauf also auf die Sortenbezeichnung achten und dann unbedingt nachschlagen, wie der Standort sein soll. In den ersten Jahren kann es bei den Blättern zu Verbrennungen kommen, das gibt sich aber mit der Zeit. Empfehlenswert für alle ist ein windgeschützter Platz, damit die Blätter nicht zerfleddern. Außerdem ist ein zugiger Standort oft verantwortlich für verbrannte Blattspitzen (Blattspitzendürre). Teich- oder Wassernähe bringt eine höhere Luftfeuchte und hilft den Bäumchen, sich wohler zu fühlen. Auch beim Substrat sollte man den Gehölzen entgegenkommen. Der Boden muss locker und sehr durchlässig sein. Obwohl viele der Ahorne gern etwas feuchten Boden mögen, Staunässe ist Gift für sie. Frischfeuchter, saurer bis neutraler, nährstoffreicher, sandiger bis lehmig-humoser Boden. Schwere Lehmböden müssen mit Sand oder Torf gemischt werden. Normalen Gartenböden tut die Untermischung von verrottetem Laubkompost gut. Besonders wichtig bei Kübelhaltung ist eine Drainage im Topfboden. Verbrennungen an den Blättern kann man durch eine höhere Luftfeuchtigkeit vermeiden. Deshalb ist eine Mulchschicht über der Erde empfehlenswert. Für Kübelpflanzen auch das Kübelpflanzensubstrat verwenden. Der Japanische Ahorn ist im Gegensatz zum normalen Ahorn ein Flachwurzler. Das heißt, es wird viel Wasser verdunstet. Ältere Exemplare kommen mit Wassermangel ganz gut zurecht, junge und frisch gepflanzte Exemplare nicht. Im Sommer braucht der Japanische Ahorn reichlich Wasser. Am besten ist, morgens oder abends, bei großer Hitze auch beide Male zu gießen. Nicht über die Blätter gießen, das führt zu Verbrennungen. Düngen im Frühjahr. Am besten mit Depotdünger, dann reicht diese einmalige Gabe für das gesamte Jahr. Im Herbst kann dann mit Patentkali gedüngt werden, das sorgt dafür, dass die Ahorne den Winter besser überstehen. Im Kübel ist anschließend eine andere Düngung erforderlich. Man nutzt am besten umhüllten Langzeitdünger, dafür ist 1 g/l Substrat ausreichend. Ein Schnitt würde die charakteristische Wuchsform verändern und das wäre echt schade. In den meisten Fällen ist es nicht notwendig zu schneiden. Allerdings ist es wichtig, bei der Pflanzung zu bedenken, wie groß der Ahorn wird und dafür genug Platz zu haben. Daher schneiden Sie nur selten und nur, um abgestorbene oder kranke Äste und Triebe zu entfernen. Nur bei starkwüchsigen Sorten empfiehlt es sich, im Juni oder Juli die Triebspitzen über einer Knospe etwas einzukürzen. Nach dem Winter müssen dann auch erfrorene Triebspitzen entfernt werden. Von einem Winterschnitt ist dringend abzuraten, denn die Schnittstellen verheilen nicht mehr. Dort können dann Pilzsporen eindringen. Für die meisten Japanischen Ahorne ist kein Winterschutz erforderlich. Lediglich Pflanzkübel sollten etwas eingepackt und auf Styropor oder Holzleisten gestellt werden. Wichtig ist, dass die Triebe des Baumes gut ausreifen. Deshalb darf nach Ende Juli keinesfalls mehr Stickstoff gedüngt werden. Wichtig ist es auch die Pflanze vor Spätfrost zu schützen, wenn die Blätter schon an- oder ausgetrieben sind. Dagegen hilft eine Abdeckung mit Vlies. Bei Kübelhaltung ist der Wasserabzug im Winter besonders wichtig. Auch sollten die Gefäße geschützt aufgestellt werden. Wichtig ist ein windabgewandter Standplatz.

 

Krankheiten und Schädlinge

Japanischer Ahorn ist von der Verticillium-Welke bedroht, einer Pilzerkrankung. Die Erreger befinden sich in der Erde und gelangen über die Wurzeln in den gesamten Baum. Das Ergebnis sind erschlaffte Blätter und abgestorbene Zweige. In der Regel ist das Gehölz nicht mehr zu retten. Es gibt kein Fungizid, um den Pilz zu bekämpfen. Auch ein Schnitt bringt keine Hilfe. Man kann nur vorbeugen. Deshalb ist der passende Standort so wichtig. Auch muss der Boden gut vorbereitet werden. Totalausfälle können manchmal durch großzügiges Herausschneiden erkrankter Zweige verhindert werden. Unbedingt auf saubere Schnittwerkzeuge achten, am besten desinfizieren. Ansonsten sind die Bäume recht gesund und werden auch von Schädlingen nicht großartig heimgesucht.

 

Fazit

Der Japanische Ahorn ist ein Traum, wenn er seine Farben zeigt und seinen speziellen Wuchs. Es gibt Sorten, die sind recht empfindlich um nicht zu sagen, ziemliche Mimosen, aber viele sind gesund und weniger anspruchsvoll. Auf alle Fälle ist so ein Bäumchen ein richtiger Hingucker. Er braucht auch nicht viel Pflege. Ideal ist die Kultur im Pflanzkübel. Dann kann man ihn im Sommer etwas aus der Mittagssonne nehmen, die oft nicht so gut vertragen wird und im Winter sehr geschützt aufstellen.

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Zierlauch

Zierlauch

Fakten über das Zierlauch

Der Zierlauch gehört zu den beeindrucktesten Zwiebelgewächsen. Ob man sich für die gigantischen Blütenbälle des „Riesenlauchs“ entscheidet oder eher für den niedrigen Sternkugellauch, jede Art hat so ihr ganz spezielles und meist auffälliges Aussehen. Die Pflege ist nicht kompliziert. Die Zwiebel und den Schnittlauch kennt jeder Hobbygärtner. Aber die wenigsten haben eine Vorstellung davon, wie groß die Gattung Lauch eigentlich ist. Weltweit gibt es mindestens 800 verschiedene Arten und viele davon haben dank ihrer attraktiven Blüten als Zierpflanzen eine Heimat in den mitteleuropäischen Gärten gefunden. Die Hauptblütezeit des Riesenlauchs liegt zwischen Mai und Juni. Die Pflanze ist ein naher Verwandter von Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch. Die meisten Arten des Zierlauchs stammen aus Asien, der Türkei und dem Iran und existieren hohe und niedrige Arten dieser Pflanze. Alle Arten des Lauchs besitzen ein Farbspektrum, von dunkelviolett bis weiß. Jede Blütenkugel setzt sich aus zahlreichen, perfekt geformten und filigranen Sternenblüten zusammen. Typisch für Zierlauch ist der Lauch oder Zwiebelgeruch. Er macht sich auch bei Verletzung oder Berührung der Pflanze bemerkbar. Dieser Geruch stammt von den verschiedenen ätherischen Ölen im Lauch.

 

Die Vegetation des Zierlauchs

Wie fast alle Zwiebelblumen wachsen auch die verschiedenen Zierlauch-Arten überwiegend auf Extrem-Standorten, die nur von wenigen Pflanzen besiedelt werden können. Ihre Lebensräume sind häufig Steppen und steinige Berghänge, die nur für wenige Monate im Jahr mit ausreichend Niederschlag gesegnet sind. Die Zwiebel ermöglicht den Zierlauch-Arten eine äußerst kurze Vegetationsperiode, denn die komplette Pflanze inklusive der Blüte ist darin schon fertig angelegt und ruht so lange im Boden, bis Bodentemperatur und Feuchtigkeit ihr den Austrieb ermöglichen. Wenn die ersten grünen Spitzen der verschiedenen Zierlauch-Arten die Bodenoberfläche durchstoßen dauert es nur noch wenige Wochen, bis die Pflanzen in voller Blüte stehen. Der gesamte Blütenstand ist von einem Hüllblatt umgeben, das nach dem Öffnen rasch eintrocknet. Nach der Bestäubung durch Insekten und dem Einsetzen der Samenreifung welken die meisten Zierlauch-Arten recht schnell und lagern alle wichtigen Nährstoffe wieder in ihre Zwiebeln ein. Die gesamte Vegetationsperiode dauert selten länger als drei bis vier Monate und ermöglicht den Pflanzen daher ein Überleben in sommertrockenen Regionen. Das heißt aber auch, dass die meisten Zierlauch-Arten ähnlich wie Tulpen auf feuchte, undurchlässige Gartenboden sehr empfindlich reagieren. Unter dauerfeuchten Bedingungen faulen die Zwiebeln mitunter sehr schnell.

 

Dekorative Aspekte des Riesenlauchs

Wer schon einmal auf einer Gartenschau war, wird verschiedenen Zierlauch-Arten begegnet sein, denn Gartengestalter lieben den Zierlauch. Die Pflanzen stehen zur Hauptbesuchszeit im Mai und Juni meist in voller Blüte und scheinen mit ihren großen violetten Kugeln regelrecht über dem Beet zu schweben. Zierlauch-Arten werden gerne mit Beetrosen und mittelhohen Sommerstauden wie Phlox, Katzenminze, Pracht-Storchschnabel und Steppen-Salbei kombiniert. Der Sternkugel-Lauch ist außerdem ein hervorragender Beetpartner für Ziergräser und Spätsommer-Stauden wie Sonnenhut, Fetthenne und Astern, denn seine goldgelben, verwelkten Blütenstände setzen zum Saisonausklang tolle Akzente. Zierlauch ist einfach. Bei der Auswahl sollte man allerdings auf winterharte Sorten achten. Die nicht winterharten Zwiebeln müssen im Winter aus dem Boden rausgenommen werden. Ansonsten gibt es nicht viel zu beachten. Nach der Blüte zieht der Zierlauch ein und muss nicht weiter gepflegt werden. Sinnvoll ist es im Winter, ihn etwas abzudecken, ganz einfach, dass der Boden nicht dauerhaft nass oder feucht ist. Ein Vorzug des Allium ist, dass er nur selten von Wühlmäusen gefressen wird, die sich wahrscheinlich am Geruch stören. Nektarsuchende Insekten dagegen lieben ihn und bevölkern die Blütenkugeln reichlich.

 

Pflege des Riesenlauchs

Gepflanzt wird im Herbst, das ist wie bei Tulpen, Narzissen, Krokussen und den anderen Frühjahrsblühern. Entscheidend ist die Pflanztiefe und bei den großblütigen Sorten auch der Pflanzabstand, damit sich die Blütenbälle nicht in die Quere kommen. Auf lehmigen Böden sollten Sie die Zwiebel auf eine Schaufelladung grobkörnigen Bausand betten, damit das Niederschlagswasser gut versickern kann. Die Tiefe der Pflanzlöcher sollte in etwa dem doppelten Durchmesser der Zwiebeln entsprechen. Markieren Sie die Pflanzstellen am besten mit dünnen Bambusstäben, damit Sie die spät austreibenden Zierlauch-Arten im Frühjahr bei der Bodenbearbeitung nicht beschädigen. Allgemein kann man sagen, dass man im Herbst, die Zwiebel pflanzen sollte, im Frühjahr wird dann gedüngt und im Sommer der Samen ausgeputzt. Die meisten Zwiebelblumen mögen Sonne und zwar reichlich. Zwar gibt es Ausnahmen, aber die sind selten. Je größer die Zwiebel des Zierlauchs ist, um so trockener und sonniger muss der Standort sein, denn diese Zwiebeln stammen größtenteils aus Gegenden mit einem wüsten- oder steppenartigen Klima.

 

Fazit

Die Zwiebelgewächse werden im Herbst gepflanzt. Die beste Zeit dafür ist zwischen September und November. Notfalls können die Zwiebeln auch noch im Frühjahr gesetzt werden, aber in frostfreien Boden. Es gilt die Hobbygärtner- Regel, Zwiebeln dreimal so tief pflanzen, wie die Zwiebel hoch ist. Die Zwiebeln müssen völlig gesund sein, also ohne Verletzung und ohne Schimmelbefall. Auch darf der Boden nicht zu feucht sein. Ansonsten Drainage einbauen. Günstig ist auch eine Sandschicht unterhalb der Zwiebel zu legen und außerdem Kompost, Hornspäne oder Hühnerdung mit ins Pflanzloch geben. Dieses Loch dann anschließend mit Erde auffüllen. Im Frühjahr dann für ausreichend Wasser sorgen, aber die Pflanze nicht ertränken. Auch müssen Sie nun regelmäßig Unkraut entfernen, dieses entzieht dem Boden Nährstoffe. Die Stelle wo das Unkraut entsteht markieren, damit die Zwiebeln bei der Frühjahrspflanzung nicht verletzt werden. Von den großen Zierlauchsorten 5 bis 10 Zwiebeln pro Quadratmeter pflanzen, bei einem Pflanzabstand von 25 bis 40 cm. Auch eine Einzelstellung der Pflanze ist möglich. Falls Sie diese einfachen Pflegetipps befolgen, können Sie noch viel Spaß mit Ihrem Riesenlauch haben.

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(Regenbogen) Rose

(Regenbogen) Rose

Allgemeines über die (Regenbogen) Rose

Die Geschichte der Rosen geht bis in das Jahr 1600 vor Christus zurück. Dabei haben die damaligen und auch die heutigen Wildrosen mit den heute gezüchteten Edelrosen nicht mehr viel gemeinsam. Heutzutage gibt es viele verschiedene Farben und Rosenarten. Seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Rosenzüchtung ein sehr beliebtes Hobby. Es vergeht kein Jahr, in welchem nicht neue Rosenarten und Farben entstehen. Mittlerweile gibt es auch Rosenarten, die gegen bestimmte Krankheiten resistent sind und dadurch auch in Gärten mit für Rosen eher ungünstigen Bedingungen immer beliebter werden. Rosen finden nicht nur als Schnittblumen oder als Zierde in Gärten und Parks Verwendung. Aus ihnen werden auch Rosenöl oder Rosenwasser gewonnen, welche sowohl in der Küche als auch in der Kosmetik verwendet werden. Rosenblätter werden seit Urzeiten ebenfalls als Dekoration an einer festlichen Tafel benutzt. Sie werden entweder lose über die gesamte Tafel gestreut oder dekorativ mit Kerzen in Schalen angerichtet. Auch in der Badewanne sorgen ausgestreute Rosenblätter für edlen Duft und eine Wohlfühlatmosphäre. Außerdem können in der Küche, Süßspeisen mit selbst hergestelltem Rosenzucker veredelt werden. Um den Rosenzucker herzustellen werden stark duftende, farbige Rosen Blätter gesammelt und drei Tage lang getrocknet. Danach werden sie in der Küchenmaschine sehr fein gehackt, so dass sie eine ähnliche Konsistenz wie Paniermehl erhalten. Zum Schluss das Pulver mit handelsüblichem Zucker vermischen und Sie erhalten Rosenzucker. Bei diesem Produkt handelt es sich um Sachen aus welchen Sie sich ihre eigene Regenbogen Rose züchten können.

 

Anzucht aus dem Samen

Für die Aussaat sollten Sie Jiffy Torfquelltöpfe verwenden. Zuerst werden die Torfquelltöpfe im Wasser aufgeweicht und in einen Kunststofftopf einsetzen. Alternativ können Sie auch handelsübliches Aussaatsubstrat verwenden. Anschließend einige Samen auf dem Torfquelltopf verteilen und dünn mit dem Aussaatsubstrat bedecken (etwa 2 mm). Danach den Kunststofftopf in einen Druckverschlussbeutel stellen. Bei einer Topfgröße von 6 cm empfiehlt sich ein Druckverschlussbeutel der Größe 12 x 17 cm. In den Druckverschlussbeutel so viel Leitungswasser mit einigen Tropfen Universaldünger geben, damit nach dem Aufsaugen des Substrats noch einige mm Wasser stehen bleiben. Anschließend den Druckverschlussbeutel luftdicht verschließen und Sie sind fertig. Weiteres Gießen ist dann nicht mehr erforderlich, da keine Feuchtigkeit durch den Druckverschlussbeutel verdunstet. Der Beste Standort für die Anzucht ist auf der Fensterbank oder in einem Minigewächshaus halbschattig. Über den Tag sollten die Temperaturen bei etwa 24 – 28 C liegen, nachts etwas tiefer bei 20 – 24 C. Das entstehende Mikroklima schafft ideale Keimbedingungen für die Samen.

 

Pflegetipps für die Rose

Bevor mit dem Pflanzen der Rosen begonnen wird, muss erst einmal der richtige Standort ausgewählt werden. Rosen mögen weder Zugluft noch Standorte wo gar kein Wind hinkommt. Schattenplätze begünstigen Krankheiten, genauso wie allzu sonnige Lagen. Der Boden sollte nicht zu schwer sein, aber auch nicht zu trocken. Am besten ist ein tiefgründiger, lockerer Boden, der Wasser gut aufnimmt, ohne es zu stauen. Sandböden, die den Rosen wenig Nährstoffe bieten, sind eher ungeeignet. Lehmige Böden sind oft zu feucht, so dass Pilzkrankheiten gefördert werden. Wenn Sie jedoch den Boden vorher gut bearbeiten und genügend Humus und andere Nährstoffe einarbeiten, können Sie genauso unter eher ungünstigen Bedingungen Rosen im Garten ansiedeln. Rosen werden in der Regel im Herbst gepflanzt. Die Beete jedoch sollten schon im Sommer hergerichtet werden, damit der Boden bis zur Pflanzung noch sacken kann und der Rose damit genug stabilen Untergrund bietet. Sonst besteht die Gefahr, dass die Rose im Winter erfriert. Lehmige oder sandige Böden werden spatentief umgegraben. Beim Umgraben können gleichzeitig Nährstoffe eingearbeitet werden. Dazu gehören gut verrotteter Stalldung und/oder Kompost. Zur Düngung auf Vorrat empfiehlt sich zusätzlich das Untermischen von Phosphordünger, auch Thomasmehl genannt. Damit der Boden bis zur Pflanzung schön locker und feucht bleibt, kann eine Schicht Humus darüber gegeben werden. Auch gemähtes Gras, das ohnehin beim Rasenmähen anfällt, erfüllt diesen Zweck. Im Grunde können Rosen ab Oktober bis in den April hinein gepflanzt werden. Wichtig ist, dass der Boden nicht gefroren ist. Viele Gärtner pflanzen ihre Rosen im Herbst, denn dann können die Pflanzen noch feine Haarwurzeln ausbilden, bevor die ersten Fröste auftreten. Dieser Vorsprung macht sich im Frühjahr dann bemerkbar. Jedoch sollten Rosen in Gebieten, die im Winter sehr oft von Frösten heimgesucht werden, lieber nicht im Herbst gepflanzt werden. Hier ist es besser, auf das Frühjahr zu warten. Bei der Frühjahrspflanzung kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Der Boden darf weder gefroren noch zu nass sein, weil er sich nach dem Pflanzen dann schwer auflockern lässt. Wird es direkt nach dem Pflanzen zu warm, tut das den Rosen ebenfalls nicht gut. Rosen-Hochstämmchen sollten immer im Frühling gepflanzt werden. Um die Ausbreitung verschiedener Pilzerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Rosen nicht zu dicht zu setzen. Bei den Pflanzabständen kommt es auf die Art der Rose an. Rosen, die nur schwach wachsen, können in 30 bis 40 Zentimeter Abstand gepflanzt werden, während wuchsfreudige Arten einen Mindestabstand von 50 Zentimetern benötigen. Rosen-Hochstämmchen brauchen einen Abstand von mindestens einem Meter. Dabei muss auch bedacht werden, dass die Stämme im Winter auf besonderen Schutz angewiesen sind und deshalb genug Platz rund um die Stämme vorhanden sein muss. Rosen, die zu großen Büschen heranwachsen oder Kletterrosen müssen in einem Abstand zwischen zwei und drei Metern gesetzt werden. Vor der Anschaffung und Pflanzung der Rosen ist es wichtig, sich über die Eigenschaften hinsichtlich des Wuchses zu informieren, damit beim Pflanzen dann auch der passende Abstand gewählt werden kann. Rosen werden ungefähr 25 Zentimeter in das Beet hineingesetzt, niemals direkt an den Beet Rand. Pro Pflanze müssen nun entsprechend dem jeweiligen Pflanzabstand Löcher gegraben werden. Diese sollten ungefähr 40 Zentimeter tief und 40 Zentimeter breit sein. Mit Komposterde im Pflanzloch wird für ein gutes Wachstum gesorgt. Die Wurzeln sollten beim Hineinsetzen der Pflanze alle nach unten zeigen, keinesfalls nach oben gebogen werden. Die Veredelungsstelle sollte beim Einsetzen ca. fünf Zentimeter im Boden verbleiben. Nach dem Einsetzen der Rosenpflanze kann das Pflanzloch zu zwei Dritteln mit Erde gefüllt werden. Nun wird das Ganze angedrückt und kräftig gewässert. Erst, wenn das ganze Wasser eingesickert ist, kommt die restliche Erde obenauf. Dabei wird die Erde rund 20 Zentimeter hoch angehäufelt. Bei Kletterrosen und Hochstämmen sollte bedacht werden, dass das Pflanzloch noch etwas tiefer ausgehoben wird. Hochstämme müssen zusätzlich abgestützt werden.

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Pfauenstrauch

Pfauenstrauch

Wissenswertes zum Pfauenstrauch

Der bis zu 2 Metern hohe, immergrüne Pfauenstrauch, auch ‘Stolz von Barbados’ genannt, zählt zu den schönsten und blühwilligsten Ziersträuchern und lässt sich bei uns als schnellwachsende Kübelpflanze heranziehen. Er bildet doppelt gefiederte Blätter aus, seine Blütenfarbe variiert zwischen gold-orange und rot mit goldgelbem Rand. Die überaus attraktiven Blütentrauben verzaubern mit langen, leuchtendroten, aus den Einzelblüten heraushängenden Staubgefäßen. In einem Gewächshaus gehalten ist der Pfauenstrauch nahezu ganzjährig fähig zu blühen. Aus seinen Früchten kann man Gerbsäure gewinnen, die zu Farbe oder Tinte weiterverarbeitet werden kann. Als schnellwachsende Kübelpflanze kann der Pfauenstrauch eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Die Inseln der Karibik bilden die ursprüngliche Heimat des Pfauenstrauchs. Mittlerweile hat er aber auch als Straßenbaum und Parkpflanze in den Tropen weite Verbreitung gefunden. Die giftigen Blätter der Pflanze haben eine abführende und fiebersenkende Wirkung.

 

Die Anzucht des Pfauenstrauchs

Im Haus ist die Anzucht aus Samen das ganze Jahr über möglich. Um die Keimfähigkeit der Samen zu erhöhen, sollten Sie die Samen zunächst mit Sandpapier oder einer feinen Feile anrauen und über Nacht in lauwarmem Wasser vorquellen lassen. Drücken Sie die Samen dann im Abstand von 4 bis 5 cm auf feuchtes Anzuchtsubstrat. Bedecken Sie die Samen circa 1 cm mit dem Substrat und halten Sie das Gefäß gleichmäßig feucht. Decken Sie das Anzuchtgefäß mit Klarsichtfolie ab, die Sie mit Löchern versehen. So ist die Erde vor Austrocknung geschützt. Nun sollten Sie alle zwei bis drei Tage die Folie für 2 Stunden entfernen. Das beugt einer Schimmelbildung auf der Anzuchterde vor. Stellen Sie das Anzuchtgefäß an einen hellen und warmen Ort mit 20 bis 25° Celsius und halten Sie die Anzuchterde feucht, aber nicht nass. Nach drei bis vier Wochen erscheinen dann die ersten Sämlinge. Auch der Standort spielt für den Pfauenstrauch eine wichtige Rolle. Der Pfauenstrauch steht am liebsten sehr warm und sonnig bis halbschattig. Im Sommer können Sie den Kübel auch in den Garten oder auf den Balkon stellen, wobei der Standort etwas windgeschützt sein sollte.

 

Pflege des Pfauenstrauchs

Während der Wachstumsperiode vom Frühjahr bis zum späten Sommer sollten Sie reichlich wässern. Vermeiden Sie aber Staunässe. Versorgen Sie die Pflanze zwischen April und Oktober zur Unterstützung der Blütenpracht im Abstand von zwei Wochen mit Kübelpflanzendünger. Jungpflanzen sollten Sie häufiger zurückschneiden, um die Entwicklung eines buschigen Wuchses zu fördern. Nach der ersten Blüte, die voraussichtlich im dritten Jahr auftritt, ist ein jährlicher Rückschnitt ausreichend. Wählen Sie den Topf zu Beginn nicht zu groß, sondern topfen Sie lieber alle zwei bis drei Jahre in hochwertige Kübelpflanzenerde um, damit sich der Ballen in der Zwischenzeit gut durchwurzeln kann. Im Winter sind auch einige wichtige Tipps zur Pflege zu beachten. Eine helle Überwinterung bei 10° bis 12° Celsius ist empfehlenswert. Wässern Sie jetzt weniger und besprühen Sie die Pflanze häufig mit kalkarmem Wasser, um einem Befall durch Spinnmilben vorzubeugen. Es kann auch passieren, dass der Pfauenstrauch sein gesamtes Laub abwirft. Dann kann er auch dunkel bei fast gar keiner Wässerung stehen und treibt im Frühjahr neu aus Der Pfauenstrauch ist heute weltweit in den Tropen als Zier-, Straßenbaum und Parkpflanze verbreitet. Der Pfauenstrauch verträgt Trockenheit und ist salzresistent.

 

Fazit

Die Anzucht der Samen im Haus ist ganzjährig möglich. Lassen Sie die Samen vor der Aussaat 12 Stunden in raumwarmem Wasser vorquellen oder rauen Sie die Samen alternativ mit Sandpapier an. Drücken Sie die Samen dann im Abstand von 4 bis 5 cm auf feuchtes Anzuchtsubstrat. Bedecken Sie die Samen circa 1 cm mit dem Substrat und halten Sie das Gefäß gleichmäßig feucht. Beim Standort und Licht sollten sie für helle, sonnige, warme und geschützte Plätze Ausschau halten. Die Pflanzen sind dann ab dem zweiten Jahr schon deutlich robuster. Die Pflege der Pflanze ist relativ leicht. Wässern Sie während der Wachstumszeit im Frühjahr und Sommer reichlich und regelmäßig. Wassermangel führt zu gelben Blättern und Laubabwurf. Staunässe sollte dennoch verhindert werden. Als Pflanzsubstrat reicht Einheitserde aus. Der Nährstoffbedarf ist hoch und Sie sollten von Frühjahr bis Herbst alle 10 bis 14 Tage mit Kübelpflanzendünger düngen. Schon die Jungpflanze sollten Sie mehrmals im Jahr stutzen; später erst nach der Blütezeit. Bei der Überwinterung der Pflanze gehen sie nach den folgenden Regeln vor. Im Spätherbst kann der Kübel geschützt bis -5° C im Freien bleiben. Ansonsten kann die Überwinterung auch hell bei 0° bis 10° C erfolgen; dann bleibt der Pfauenstrauch grün. Je kälter der Standort, desto weniger sollten Sie wässern. An dunklen Plätzen können Sie das Gießen ganz einstellen. Im Sommer sollte der Standort möglichst Sonnig bis halbschattig, sehr warm und windgeschützt sein. Die besten Blühergebnisse erzielen Sie bei ganzjährigem Stand unter Glas. Für die Pflege im Sommer: Erde nicht austrocknen lassen und nicht vernässen, wobei zu viel Feuchtigkeit gut toleriert wird, zu wenig kann zu Blattrieseln führen. Aufgrund des verhaltenen Zuwachses ist der Nährstoffbedarf gering: Düngen Sie rund alle 14 Tage von April bis September mit flüssigem Volldünger. Für die Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Gießmenge und -häufigkeit aber an die Winterruhe und den damit verbundenen, deutlich geringeren Bedarf anpassen. Es ist kein regelmäßiger Schnitt zwingend. Wenn einzelne Triebe zu lang werden, können sie vor dem frischen Austrieb eingekürzt werden. Wählen Sie neue Töpfe keinesfalls übertrieben groß, sondern topfen Sie alle zwei bis drei Jahre in kleinen Schritten um. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ratsam, auch wenn sie etwas mehr kostet. Gute Erde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig halten, während die humosen Anteile Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen speichern können. Hohe Torfanteile sind kein Qualitätsmerkmal, sondern qualitätsmindernd. Bestellen Sie sich noch heute aus unserem Online Shop hochqualitative Pfauenstrauch Samen direkt zu sich nach Hause!

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Parfümbaum – Cananga odorata

Parfümbaum

Der Parfümbaum – ein Poträt

Von der botanischen Zuordnung her gehört der Parfümbaum (Ylang-Ylang) der Pflanzenfamilie der Annonen Gewächse an. Jede dieser Pflanzen mit ihrem reichlichen Duft ausströmenden Blüten besteht aus neun gelblich-weißen Blütenhüllblättern in langer Zungenform mit leichter Drehung. Der Durchmesser einer einzelnen Blüte beträgt etwa 8 cm. Die kräftig grünen, 10 cm langen, glänzenden Blätter besitzen eine ovale Form, die spitz ausläuft. Sie sitzen in wechselständiger Anordnung an den Zweigen und Ästen. Allein schon beim Pflanzen-Namen Ylang-Ylang (Cananga odorata) steigt so manchem Duftkenner der facettenreiche, süßliche und angenehm schwere Duft von Exotik, Tropen & Träumen in die Nase. Der ausgefallene Klang des Namens lässt bereits auf eine asiatische Herkunft der Pflanze schließen. Die Bezeichnung entstammt der malaysischen Sprache und heißt übersetzt die „Blume der Blumen“. In natura ist das Parfum der Ylang-Ylang-Blüten ein noch größerer Genuss – und viel besser als ihr Destillat aus dem Ölfläschchen (Ätherische Öle), das in der Aroma-Therapie zur Pulssenkung und Atemberuhigung eingesetzt wird und einen beruhigenden Effekt auf Körper und Seele hat. Doch der Parfümbaum hat noch mehr zu bieten. Bereits 3-4 Jahre alte Pflanzen beginnen mit der Blüte in großer Zahl, bevorzugt in den warmen Sommermonaten. Ylang-Ylang wächst zu schlanken Bäumen mit aufstrebenden bis etagenartig angeordneten Ästen heran, die sich mit zunehmendem Alter überneigen oder schleppenartig wachsen. Je nach Überwinterungstemperatur sind sie immergrün oder tauschen ihr Laub während der Wintermonate aus. Tatsächlich handelt es sich bei dem Gewächs eher um einen Baum, der in seiner Heimat eine Höhe von 25 m erreichen kann. Zu Hause fühlt sich Ylang-Ylang auch auf den Philippinen und in Indonesien. Mittlerweile findet die Kultivierung zudem auf Madagaskar, in Haiti, Sumatra, Sansibar, Java und auf den Komoren statt, um die Blüten zur Gewinnung des herrlich duftenden Ylang-Ylang-Duftöls zu ernten. Die Qualität eines Parfümbaums liegt in seinem intensiven & exotischen Duft, seinen großen & langblättrigen & zartgelben Blüten und seinem attraktiven Wuchs. Er findet ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder lichtreichen Wohnräumen Verwendung, ab Mai bedingt in Topfgärten oder draußen im Garten bei geschütztem Stand (Balkon & Terrasse etc.) Der beste Standort im Sommer sollte sonnig, warm und windgeschützt sein, so mag es der Ylang Ylang (Cananga odorata). Beste Blühergebnisse erzielen Sie bei ganzjährigem Stand unter Glas oder an geschützten Standorten (z.B. Innenhöfe, überdachte Terrassen) im Freien. Für den Standort im Winter: Ylang Ylang hell bei 18 °C (+/- 5) °C überwintern, mit einem kurzfristigen Temperaturminimum bis zu 3 °C. Für die Pflege im Sommer halten Sie die Bodenfeuchte bei dem Ylang Ylang möglichst konstant, wozu im Sommer durchaus reichlich Wasser nötig ist. Gerade an vollsonnigen Plätzen verdunsten die dünnen, weichen Blätter viel Feuchtigkeit. Der Nährstoffbedarf ist mäßig bis hoch: Geben Sie von April bis September wöchentlich flüssigen Volldünger mit ins Gießwasser. Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beim Ylang Ylang beibehalten, Erde aber nicht über längere Zeit nass halten, sonst besteht die Gefahr von Wurzelfäulnis. Je nach Überwinterungsbedingungen wird ein Teil der Blätter erhalten oder das Laub fällt ab und wird ab April durch frische Knospen ersetzt. Schnitt: Ein Kappen langer, unverzweigter Triebe im März regt Ylang Ylang an, sich reicher zu verzweigen. Dennoch bleibt Ylang Ylang auch im Alter eher leicht und locker aufgebaut. Umtopfen: Wählen Sie neue Töpfe keinesfalls übertrieben groß, sondern topfen Sie alle zwei bis drei Jahre in kleinen Schritten um. Hochwertige Kübelpflanzenerde ist ratsam, auch wenn sie etwas mehr kostet. Gute Erde zeichnet sich durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton, Kies) aus, die sie locker und luftig hält. Ausgewogene Humusanteile garantieren, dass Wasser- und Nährstoffe in größeren Mengen gespeichert werden können. In der Regel bleibt der Ylang – Ylang schädlingsfrei, in sehr seltenen Fällen Befall mit Schildläusen im Winter. Probleme rühren eher von Wurzelkälte oder -fäulnis durch zu nasse Haltung her.

Die Pflege des Parfümbaums

Der Exot mit dem phantastischen blumigen Aroma wird von Gärtnereien zur Kultivierung angeboten und zwar als Samen oder als Strauch im Topf. Oftmals ist dann vom Parfümbaum die Rede. Bis die ersten Blüten erscheinen vergehen fünf Jahre. Ylang-Ylang braucht einen sonnigen, windgeschützten Standort, im Sommer gerne auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Die Bodenfeuchte sollte stets konstant bleiben. Da Ylang-Ylang viel Wasser über die Blätter ausdünstet, muss ständig für Nachschub gesorgt werden mit wöchentlicher Zugabe eines Flüssigdüngers. Umgetopft wird alle 2-3 Jahre in hochwertige Kübelpflanzenerde mit Humusanteilen. Regelmäßiger Schnitt fördert das Blütenwachstum. Auch im Winter möchte Ylang-Ylang einen möglichst hellen Standort. Die Temperatur sollte dabei nicht unter 12° C fallen. Wird Ylang-Ylang während der Überwinterung einer Zimmertemperatur von 20-25° C ausgesetzt, behält der Strauch sein Laub. Bei Blattabwurf sprießen ab April wieder neue Blätter nach. Bei einem kühleren Stand muss die Wässerung entsprechend gedrosselt werden, denn Bodennässe würde die Wurzeln faulen lassen. Die professionelle Gewinnung des Ylang-Ylang-Öls erfolgt über Dampfdestillation. Für den Hausgebrauch eignen sich die Blüten zum Trocknen, die an einem Platz erfolgen sollte, der keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Sie können entweder in flachen Schalen zur Lufterfrischung bzw. als Raumduft oder in Kissen eingenäht als Duftsäckchen für den Kleiderschrank verwendet werden.

 

Der besondere Duft des Parfümbaums

Der Duft von Ylang-Ylang soll zudem eine stark aphrodisierende Wirkung haben. Kein Wunder, dass Ylang-Ylang als Kübelpflanze immer beliebter wird. Wird ihm viel Sonne und reichlich Wasser zuteil, wächst er schnell zu einer imposanten Pflanze heran, die während der Blütezeit traumhaft riecht. Der Name Ylang-Ylang lässt sich ableiten vom malayischen alang ilang, was so viel heißt wie “Blüten, die sich im Wind wiegen”. Wegen seines herrlichen Duftes, wird der Ylang-Ylang-Baum jedoch auch “Parfümbaum” oder “Blume der Blumen” genannt. Wissenschaftliche Untersuchungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts stattgefunden haben, beweisen, dass das Öl des Ylang-Ylang-Baumes gegen Malaria, Thyphus, Magen- und Darminfektionen sowie gegen Fieber und Entzündungen hilft. Eine nette Sitte in Indonesien ist es, das Bett eines frisch verheirateten Paares mit Ylang-Ylang-Blüten zu bestreuen. Für therapeutische Zwecke werden sowohl die Blüten als auch das Ätherische Öl des Ylang-Ylang verwendet. Das ätherische Öl darf ohne ärztliche Überwachung nicht innerlich angewendet werden. Überdosiert (auch beim Verdampfen) kann Ylang-Ylang Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Es ist auch besser, wenn Sie Ylang-Ylang nicht auf entzündete oder gereizte Hautpartien auftragen.

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Palisanderbaum

Palisanderbaum

Herkunft und Aussehen des Palisanderbaums

Aus dem Hochland Argentiniens hat der Palisanderbaum (Jacaranda mimosifolia) mit seinen wunderschönen blauen Blüten und farnähnlichen Fiederlaub die ganze Welt erobert. Der Palisanderholzbaum ist ein wunderschön blühender Baum, der mit seiner Größe von bis zu 12 Metern und seinen blauen Blüten, von vielen Hobbygärtnern als sehr imposant wahrgenommen wird. Aus diesem Grund wird der Baum auch vorwiegend sehr gerne als Zierpflanze in privatem Bereich gehalten. Heute zählt der Palisanderbaum zu einem der am weitesten verbreiteten Zierbäume der Tropen und Subtropen, die während der Trockenzeiten ihr Laub abwerfen. Noch bevor die Glockenblüten im frühen Frühling frisch austreiben, erscheinen die lavendelblauen, bis zu 5 cm großen Glockenblüten. Die Blüten versammeln sich in bis zu 18 cm hohen Rispen und verströmen einen honigähnlichen, zarten Duft. Auch in Deutschland kommen Besitzer von Wintergärten in den Genuss dieses wunderschönen Schauspiels, wenn der Palisanderbaum ein Alter von 10 Jahren erreicht hat. Bis dieser schöne Moment erreicht ist, bieten sich die schnellwüchsigen Bäume, die ab einer Stammhöhe von über zwei Metern mit der Kronenbildung beginnen, zusammen mit anderen Wintergartenbäumen als ein Schattenspender an. Mit diesem Baum werden Sie sicherlich eine große Freude haben. Denn auch für Anfänger ist der Palisanderbaum durch seine Pflegeleichtigkeit geeignet. Die Blüten faszinieren in ihrem blauen Ton und er bringt in jeden Garten einen mediterranen Touch.

 

Anzucht des Palisanderbaums

Der Palisanderholzbaum lässt sich sehr leicht aus einem Samen ziehen, am besten eignen sich dafür die Monate Januar und Februar. Vor dem Einsetzen der Samen in die Erde, sollten diese für einen Tag in Wasser eingeweicht werden. Unsere Palisanderbaum Samen sind von bester Qualität und keimen sehr willig und wachsen auch sehr schnell. Bis die Samen sprießen, dauert es ungefähr 8-14 Tage. Dann kann man die ersten kleinen jungen Pflänzchen sehen. Am besten ist es wenn dann diese sehr früh entspitzt werden, damit sie schön verzweigen und auch fülliger werden. Wenn dies nicht gemacht wird, wachsen die Pflanzen viel zu schnell in die Höhe und sehen dann nicht mehr so dekorativ und attraktiv aus. Damit der Palisanderholzbaum auch gut wachsen und gedeihen kann, benötigt er einen nach Möglichkeit hellen Platz. Grelle Sonne, die durch das Südfenster scheint, verträgt der Baum aber nicht so gut und von daher sind die Fenster, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, für die Anzucht am besten geeignet. Besonders gut gefällt dem Palisanderholzbaum, aufgrund seiner tropischen Herkunft, viel feuchte Luft. Aus diesem Grund sollte der Baum während der langen Heizperiode im Winter oder an heißen Sommertagen häufiger besprüht werden. Im Sommer ist der Palisanderbaum mit den Temperaturen sehr zufrieden und kann auch von Mai bis September draußen im Garten stehen. Im Winter ist ein kühler Platz mit einer Temperatur um die 15 °C optimal und sorgt dafür, dass sich der Palisanderbaum wohlfühlt. Kurzzeitig kann der Baum auch Temperaturen von bis zu -7 °C vertragen, obwohl er eigentlich nicht winterfest ist.

 

Pflege des Palisanderbaumes und Schädlingsbekämpfung/vorbeugung

Wenn man sich bei der Pflege des Palisanderbaumes an einige einfache Regeln hält, kann man viel Freude mit der Anzucht dieses wunderschönen Baumes haben. Obwohl der Palisanderholzbaum aus subtropischen und tropischen Ländern stammt, ist bei der Wasserzufuhr Vorsicht geboten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für den Palisanderbaum, vor allem im Sommer, viel wichtiger, als ein übermäßiges Gießen. Das Gieß- und Sprühwasser sollte immer lauwarm sein, denn zu kaltes Wasser gefällt dem Palisanderholzbaum nicht. Gegossen werden sollte in der Regel dann, wenn die Erde beginnt trocken zu werden. Eine zu starke Austrocknung der Erde muss in jedem Fall vermieden werden, da der Baum eine Vielzahl der für ihn benötigten Nährstoffe aus dem Wasser entnimmt. Die Düngung des Palisanderbaums sollte etwa alle 2 Wochen erfolgen. Wenn Sie den Baum in einen Kübel pflanzen möchten, sollten Sie hier darauf achten spezielle Erde zu verwenden, denn normale Blumenerde enthält nicht die notwendigen Nährstoffe für den Palisanderholzbaum. Wichtig ist, dass die Erde möglichst wenig Kalk enthält und möglichst mit Kompost vermischt ist, wie zum Beispiel Azaleenerde oder Torfkultursubstrat. Ältere Pflanzen sind sehr damit zufrieden, wenn sie möglichst alle paar Jahre im Frühjahr einen neuen und größeren Topf bekommen. Das Umtopfen sollte anfangs jährlich, bei älteren Bäumen etwa alle 2 Jahre durchgeführt werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Erde vollständig ersetzt wird und der neue Kübel ausreichend Platz für die Bewurzelung des Baumes bietet. Ist ein Palisanderholzbaum von unten kahl geworden, kann dies entweder am falschen Standort oder auch an falscher Pflege liegen. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem die Triebspitzen gekappt werden müssen, damit der Baum von unten wieder treiben kann. Die Schädlingsbekämpfung beim Palisanderbaums ist auch recht einfach. Wenn sich in den Blattachseln und an den Triebspitzen feine Spinnengewebe zeigen, dann ist dies ein eindeutiges Zeichen für einen Spinnenmilbenbefall. In diesem Fall hilft es nur, entweder die ganze Pflanze intensiv und gründlich abzuduschen beziehungsweise wenn der Befall zu stark geworden ist, das umfangreiche Besprühen mit entsprechenden Sprühmitteln.

 

Fazit

Zusammenfassend hat vor allem die Art Jacaranda mimosifolia sich in Europa einen festen Platz gemacht. Wer seinen Palisanderbaum im heimischen Wohnzimmer aufstellen möchte, sollte daher zuerst für einen sehr hellen Platz sorgen. Beachten Sie aber das der Baum keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollte. Auf jeden Fall sollten Sie den Jacaranda in einen Kübel pflanzen. Da diese ursprünglich tropische Pflanze keine Temperaturen unter 10 °C aushalten kann, ist es nur sehr schwer möglich, den Baum im Freien zu überwintern. Sobald die Temperaturen auch in der Nacht dauerhaft höher als 10°C liegen, können Sie den Palisanderbaum wieder ins Freie stellen. In der sommerlichen Zeit von Anfang Juni bis etwa Ende August, fühlt sich dieser wunderschöne Baum im Garten und außerdem auch auf dem Balkon sehr wohl. Im Großen und Ganzen ist der Palisanderbaum sehr pflegeleicht und auch recht genügsam. Seine Pracht fasziniert jeden Betrachter und aus diesem Grund hat man diesen Baum gerne um sich. Auch die Aufzucht zeigt sich sehr problemlos und ist in den meisten Fällen von Erfolg gekrönt. Es ist einfach ein Erlebnis vom Anfänger zum Gartenprofi, wenn man diesen Baum selber gezogen hat und er dann das heimische Zimmer schmückt.

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Pampasgras – bunter Sichtschutz

Pampasgras

Was ist Pampasgras?

Das Pampasgras gehört zur Gruppe der Ziergehölze und besticht durch seine unangefochtene Größe. Je nach Sorte können unterschiedliche Wuchshöhen von bis zu 3 Metern erreicht werden und auch der Blütenstand kann wunderschöne Verfärbungen annehmen. Das am weiteste verbreitete Pampasgras ist cremefarben, wobei auch silberne oder rötlich schimmernde Blüten sehr edel aussehen können. Mit diesem speziellen lila Pampasgras Samen, werden Sie sicherlich einen guten Eindruck in Ihrer Nachbarschaft machen. Pampasgras erfreut sich einer immer wachsenden Beliebtheit. Deshalb sollten Sie dem Pampasgras ein besonderer Platz in Ihrem Garten zuteilen. Damit sorgen Sie dafür, dass deren unangefochtene Schönheit richtig zur Geltung kommt. Viele Plätze sind für das lila Pampasgras geeignet, sei es im Vorgarten als Sichtschutz oder gar als Kübelpflanze auf der Terrasse. Besonders die weiblichen Pflanzen, finden im Garten Verwendung, da deren Wedel fülliger wirken und diese nicht ausstäuben. Das Ziergras mag windgeschützte Plätze sowie Wärme und lässt sich nur bedingt mit anderen Stauden vergesellschaften. Heftige Windböen verträgt das Pampasgras überhaupt nicht. Die Halme oder Blüten könnten abknicken, wodurch die volle Schönheit nicht mehr zur Geltung kommt Dadurch das die Laubblätter des Pampasgrases sehr scharf sind, sollte von einer Bepflanzung im Eingangsbereich des Hauses oder an Gehwegen abgesehen werden. Suchen Sie in Ihrem Garten eine Stelle aus, die ganztägig der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und überwiegend einen trockenen Boden hat. Ein sandiger und steiniger Boden ist absolut perfekt, da dieser Boden die Feuchtigkeit nicht allzu lange speichern kann. Das Pampasgras nimmt sowohl im Garten als auch zu häuslichen Dekorationszwecken einen wichtigen Standpunkt ein.

 

Anzucht des Pampasgrases aus dem Samen

Beim Aussähen von Pampasgras Samen sollten Sie darauf achten, dass eine Umgebungstemperatur von ungefähr 20°C vorliegt. Normale Blumenerde genügt am Anfang völlig aus und es bedarf keiner weiteren Düngerbeigabe. Das Erdreich sollten Sie stets gleichmäßig feucht halten und binnen kürzester Zeit können Sie die ersten Triebe beim sprießen beobachten. Ist die Pflanze groß genug kann sie anschließend umgepflanzt werden. Außerdem sollten Sie ab jetzt das Düngen nicht vergessen, damit das Pampasgras zum Wachsen alle notwendigen Nährstoffe erhält. Das beste Düngemittel für das Pampasgras stellt immer noch der Kompost dar. Kompost enthält alle wichtigen Nährstoffe, die das lila Pampasgras benötigt, so dass Sie nur noch die Bewässerung im Auge behalten müssen. Haben Sie hingegen keinen organischen Dünger zur Hand, so genügt auch ein anorganisches Düngemittel. Dieses ist nämlich speziell auf die Bedürfnisse von Ziergräsern abgestimmt. Die beste Düngezeit ist von März bis September. Für ein gutes Wachstum ist es ratsam im Frühjahr die verwelkten Blätter an der Außenseite abzuschneiden. Im Inneren der Staude sollten bereits junge Triebe zu erkennen sein. Von einem Rückschnitt oder gar einer kompletten Entfernung ist hierbei abzuraten, da Sie die Pflanze ungemein schädigen würden. Obwohl das Pampasgras als winterfest zu bezeichnen ist, so bedarf es auch in diesem Fall einiger Vorkehrungen. Als Schopf zusammengebunden schützen die äußeren Blätter die Triebe der Pflanze vor zu viel Feuchtigkeit. Im Anfangsstadium sind die Triebe des Pampasgrases noch sehr empfindlich und könnten durch Frosteinwirkungen erfrieren. Zusätzlichen Schutz vor Nässe und Schäden bietet Ihnen beispielsweise Stroh und Vlies. Diese lassen Ihnen das Pampasgras auch gut durch den Winter kommen.

 

Pflege des Pampasgrases und Schädlingsbekämpfung

Möchten Sie sich anschließen lange an Ihrem gut gedeihenden Pampasgras erfreuen, so kommen Sie um einen kräftigen Rückschnitt nicht herum. Die neu heranwachsenden Triebe des lila Pampasgrases benötigen sehr viel Licht und Luft und auch die Staude selbst erlangt wieder neue Kräfte. Das weibliche Pampasgras kann beispielsweise bis zu 3 Metern hoch werden, sofern perfekte Bodenbedingungen und eine gute Pflege vorliegen. Viele Gärtner scheuen sich aber vor dem Rückschnitt, da das Pampasgras kräftig gebaut ist und über äußerst scharfkantige Halme verfügt. Ohne die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen können Sie sich starke Verletzungen zuziehen, die bei einem Pflanzenrückschnitt nicht notwendig sind. Seien Sie deshalb am besten immer gewappnet mit robusten Arbeitshandschuhen und einer eventuellen Schutzbekleidung. Damit lassen sich die Halme einzeln mit einer scharfen Gartenschere entfernen. Der perfekte Zeitpunkt für einen Rückschnitt liegt zwischen Ende März und Mitte April. Beachten Sie aber die Eisheiligen abzuwarten, da ein kurzer Frosteinbruch bereits genügt, um das Pampasgras dauerhaft zu schädigen. Der Rückschnitt der Pflanze beginnt 15-20 cm über dem Boden. Hierbei werden nur die alten Halme entfernt um den Junghalmen mehr Kraft zu geben. Einige Gärtner lieben aber auch den zweifachen Rückschnitt. Dabei werden die alten Halme im Frühjahr nur zur Hälfte gekürzt. Sobald die Jungtriebe darüber hinausgeschossen sind, wird erst der Rest der alten Halme entfernt. Leider ist auch diese Pflanze vor Schädlingen nicht ganz sicher. Pampasgras wird leider sehr gerne von Blattläusen heimgesucht. Diese setzen sich auf den Blättern, Trieben und Blüten nieder und hinterlassen eine klebrige Masse, aus der später ein schwarzer Schimmel entsteht. Bei diesem Schädlingsbefall erfolgt eine dauerhafte und irreversible Schädigung der Staude. Licht kann nur noch begrenzt durch die Pflanze aufgenommen werden, was sich letztendlich negativ auf das Wachstum und die Blütenbildung niederschlägt. Wenn Sie jedoch auf optimale Standortbedingungen achten, können Sie den Krankheits- und Schädlingsbefall minimieren.

 

Fazit

Pampasgras gehört zu den Ziergräsern, die auch im Winter mit dekorativer Anmutung begeistern und schneebedeckt immer noch auffallen. Die Laubblätter wirken auf jeden Betrachter sehr stark, wohingegen die Halme der Blüten beinahe zierlich aussehen. Doch hiervon braucht sich der Gärtner nicht täuschen zu lassen, denn das Pampasgras ist ein robustes und sehr stabiles Ziergras. Ein witterungsgeschützter Standort ist zwar von Vorteil, für den kräftigen und gesunden Wuchs aber keine primäre Bedingung. Wichtig ist die Sonne, die die Pflanze zum Leben benötigt und ohne die sie nicht nur kleiner und weniger füllig, sondern auch blütenärmer wächst. Das lila Ziergras, eignet sich für Vorgärten, sowie für große und kleine Grundstücke. Da es sehr groß wird, sollte die Pflanzung in entsprechender Entfernung von Fenstern und Wegen erfolgen. Jede Pampasgras Pflanze ist großwüchsig und benötigt einen dementsprechenden Platz, sowie den notwendigen Abstand zu in der Nachbarschaft gesetzten Pflanzen. Liebhaber von Ziergräsern wissen diese Sorte besonders zu schätzen und setzen sie nicht selten als Heckenbepflanzung, Dekoration und Sichtschutz im Garten ein.