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Zucchini: Ein unterschätztes Gemüse

Zucchini

Die Zucchini ist ein Gemüse, dass in Mittelamerika schon seit vielen Jahrhunderten genossen und dadurch die Zubereitung perfektioniert wurde. In diesen Breitengraden wurde die Zucchini schon seit mehreren 1000 Jahren kultiviert und in verschiedenen Kulturformen angelegt. Mit dem Beginn der Neuzeit kamen die Zucchini über das Meer und wurden besonders in Südeuropa ein fester Bestandteil der alltäglichen Küche. Diesen Umstand verdankt die Zucchini dem einfachen Anbau ebenso wie den ansprechenden Ernteerträgen. Dadurch konnte sie sich grade in der ärmeren Bevölkerung etablieren und wurde von dort aus zu einem festen Bestandteil der Lebens- sowie Esskultur. Aufgrund dessen wurde die Zucchini auch in verschiedenen Varietäten kultiviert, die für verschiedene traditionelle Gerichte verwendet werden. Aber es wurden auch Formen kultiviert, die einer besonderen Optik entsprechen sollten und somit aufgrund dessen gezüchtet wurden.

In Deutschland wurde das vielseitige Gemüse erst in den frühen 70er Jahren bekannt. Diesen Umstand verdankt die Zucchini dem wirtschaftlichen Aufschwung des Landes und der damit verbundenen Möglichkeit zu reisen. Zudem konnten sich in dieser Phase des Landes immer mehr Menschen einen eigenen Garten leisten und diese wünschten sich Gemüse, dass sie leicht kultivieren konnten. Durch die geringen Ansprüche und der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten wurde es zu einem beliebten Gemüse für Hobbygärtner.

Die Zucchini und die Gesundheit

Die Zucchini ist aufgrund ihrer hochwertigen Zusammensetzung ein sehr beliebtes Gemüse in vielen Küchen dieser Welt. Auch verschiedene Ernährungsformen haben in den letzten Jahren die Zucchini für sich entdeckt und zu einem sehr beliebten Gemüse gemacht. Dadurch ist auch das Interesse wieder gestiegen im eigenen Garten zu züchten und somit ein Gemüse von höchster Qualität essen zu können.

Sie enthalten sehr viel Wasser und Ballaststoffe, dadurch ist das Gemüse sehr kalorienarm aber auch sättigend. Bei nur 19 kcal pro 100 g kann das Gemüse in großen Mengen verzehrt werden, ohne, dass viele Kalorien aufgenommen werden. Deshalb schätzen Diabetiker, die durch den Verzehr ihren Blutzuckerspiegel konstant halten können, aber auch Menschen, die abnehmen wollen, das Gemüse sehr. Zudem sind in diesem Gemüse Mineralstoffe und Vitamine enthalten, die das Immunsystem stärken. Besonders das Provitamin A, auch als Carotin bekannt, und Eisen sind in einer überdurchschnittlichen Menge enthalten. Somit eignet sich das Gemüse auch sehr gut für Kinder, die sich im Wachstum befinden oder Schwangere. Aber auch bei Entschlackungskuren wird der Verzehr von Zucchini empfohlen, da das Gemüse den Stoffwechsel anregt und als harntreiben gilt.

Dadurch ist es nicht verwunderlich, dass es ein Gemüse ist, dass in unfassbar vielen Varianten verzehrt wird.

Die internationale Küche

Heute hat die Zucchini die meisten Küchen dieser Erde gewonnen und ist somit eine sehr beliebte Zutat in den unterschiedlichsten Gerichten. Dadurch gibt es eine Fülle an Gerichten, die der Zucchini gewidmet sind und sich an die unterschiedlichsten Kulturen dieser Erde angelehnt sind. Dabei werden die Zucchini in den verschiedensten Stadien der Reife verarbeitet aber auch die Blüten des Gemüses werden gerne zubereitet.

Dadurch ist die Zucchini ein Gemüse, dass komplett verarbeitet werden kann. Die Blüten werden meistens mit unterschiedlichen Füllungen, wie beispielsweise einer Mischung aus Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Rosmarin, gefüllt und in einem Tempurateig ausgebacken. Die raffinierten Füllungen sorgen dafür, dass die Zucchiniblüten ein fester Bestandteil der gehobenen Küche sind.

Junge Zucchini, die unreif geerntet wurden, werden in den unterschiedlichsten Wegen verarbeitet. So werden Suppen daraus gekocht oder auch Frittaten damit belegt. In der französischen Küche wird das bekannte Ratatouille mit frischen und jungen Zucchini hergestellt. Dieses Rezept ist ein beliebter Klassiker und wird in den unterschiedlichsten Ländern gerne genossen. Aber auch die Low-Carb-Küche hat die Zucchini für sich entdeckt. Aufgrund der ansprechenden Konsistenz wird die Zucchini gerne als Ersatz für Nudeln verwendet. Mithilfe eines Spiralschneiders können aus den Zucchini Spagetti hergestellt werden. Aber auch in feine Scheiben geschnitten können Zucchini als Ersatz für Lasagneplatten genutzt werden. In dieser Form essen auch Kinder gerne die gesunden Zucchininudeln und somit Gemüse.

Die ausgewachsenen Zucchini sind wesentlich größer und werden gerne dazu benutzt, sie zu füllen. Da die Zucchini die Haltbarkeit von Kürbissen haben, werden sie auch für verschiedenen Gerichte der kalten Jahreszeit verwendet. Somit werden Zucchini das ganze Jahr über verzehrt und sorgen somit für eine vitaminreiche Versorgung der Menschen das ganze Jahr über.

Das Pflanzen der Zucchini

Die Zucchini gehört zu gleichen Familie wie der Kürbis und weist somit auch ein ähnliches Verhalten auf. Die Zucchini ranken im Verlauf des Sommers und bilden somit einen immer größer werdenden Busch. Wenn die Zucchini reif sind, dann nimmt dieser Busch etwa einen Quadratmeter ein und deshalb brauchen die Zucchini entsprechenden Platz.

Man kann die Zucchini direkt im Mai aussähen, wenn der Boden sich ausreichend erwärmt hat und kein Frost mehr zu fürchten ist. Um dem Gemüse einen Vorsprung zu verschaffen ist es aber auch eine gute Möglichkeit, die Zucchini in einem 9-cm Topf vorzuziehen. Dafür werden in mineralstoffreiche Erde 2 Samen gesetzt und diese mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Nachdem pflanzen wird der Samen auf die Fensterbank, an einen sonnigen Platz gestellt und muss regelmäßig gegossen werden. Nach etwa einer Woche kann man sehen, ob sich aus den Samen kräftige oder schwache Pflanzen entwickeln. Die starken Pflanzen werden in den Boden gesetzt und die Schwachen entsorgt.

Der Boden sollte gut gelockert werden und von großen Steinen befreit sein. Andere Kulturen sollten zu jeder Seite einen halben Meter entfernt stehen, damit die Zucchini ihnen nicht das Licht und die Nährstoffe streitig machen. Durch den Umstand, dass Zucchini Starkzehrer sind, können und sollten sie mit frischem Kompost gedüngt werden.

Die Lagerung von Zucchini

Wenn man die Zucchini im unreifen Zustand erntet, also wenn sie circa 20 bis 30 cm groß sind, dann haben sie einen feinen Geschmack. Jedoch halten sie sich nur etwa eine Woche im Kühlschrank. Der Vorteil von Zucchini ist, dass sie, wenn häufig geerntet wird, immer neue Früchte hervorbringen. Man kann die Zucchini auch voll ausreifen lassen. Die großen Zucchini sind eingekellert wochen- oder auch monatelang haltbar. Somit kann man auch im Winter die eigenen Zucchini essen.

Die unreifen Zucchini können gut eingemacht werden aber sollten nicht eingefroren werden. Denn durch das Einfrieren verlieren die Zucchini die feste Konsistenz und schmecken nur noch wässrig.

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Tomate

Tomate

Fakten über die Tomate

Jeder kennt Sie, die Tomate aus dem Supermarkt oder dem eigenen Garten. Es ist klar, dass auch sie eine Geschichte hat und besondere Ansprüche an ihren Erzeuger stellt. Bevor die Tomate in Salaten oder Saucen verarbeitet werden kann, muss sie gesät und behütet werden. Die Tomate ist im Handel in verschiedenen Formen erhältlich und jede einzelne hat ihre Anfällig- und Auffälligkeiten. Wer tiefer in dieses Thema eintaucht, sollte sich auch mit der Geschichte befassen. Es ist selbstverständlich, dass die Tomate ihren Ursprung nicht in Deutschland hat. Allein anhand des Aussehens kann man dies erkennen. Wer die Tomate im Garten anbaut, benötigt viel Geduld und Gespür. Sie sind anfällig für Krankheiten und sollten entsprechend behandelt werden. Tomaten sind schmackhaft und gesund aber eben auch Pflanzen mit einem ganz eigenen Charakter. Wer das erkannt hat, kann diese Pflanze genießen und in einer gewissen Weise auch verstehen. Natürlich ist die Tomate sehr gesund und schmackhaft und findet vor allem deshalb Verwendung in Saucen, Suppen und Salaten. Eine Tomate, kann wie beispielsweise auch die Gewürzpflanze Dill, ein Gericht aufpeppen und ihm die gewisse Note verleihen. Sie ist einer der wirksamsten Krebshemmer überhaupt, was an dem Pflanzenstoff Lycopin liegt. Auch ihr hoher Vitamingehalt ist nicht von der Hand zu weisen. Am ehesten lassen sich Tomaten in Tomatenhäusern ziehen. Da man die Tomate in so vielfältiger Weise zu sich nehmen kann, gönnt man sich diese kleine Vitaminbombe so ganz nebenbei und tut sich damit noch etwas Gutes. Auch wenn man selbst keine Tomaten mag, ist es sinnvoll, Kindern den Zugang zu Tomaten nicht zu verweigern. Wer einmal gelernt hat, sich selbst etwas Gutes zu tun, wird an diesem Weg auch festhalten.

Die Anzucht der Tomate

Viele Hobbygärtner versuchen sich an der Tomatenzucht, sollten dies jedoch nur dann angehen, wenn sie auch die passenden Bedingungen bieten können. Zum Keimen erwarten Tomaten Temperaturen von 22°C bis 25°C. Später sollte es jedoch kühler sein. Die Aussaat sollte Ende März erfolgen. Da man während der Jungpflanzenanzuchtphase niedrigere Temperaturen haben sollte, als während der Keimzeit, wird es notwendig, die Temperatur nach unten zu regulieren oder aber die Pflanzen umzustellen. Am ehesten ist also ein Tomatengewächshaus mit verschiedenen Temperaturzonen geeignet. Wer Aussaatkisten bevorzugt, sollte die Tomaten in der Küchenfensterbank aufstellen, um die Tomaten zum Keimen zu bringen, sie später jedoch in einen weniger beheizten Raum umstellen. Tomatenjungpflanzen benötigen viel Licht. Wer dies jedoch nicht bieten kann, sollte unbedingt eine geeignete Pflanzenleuchte verwenden. Bekommen die Pflanzen genügend Licht, können sie entsprechend gedeihen und sich gesund entwickeln. Damit ist gewährleistet, dass sie kräftig genug sind, um später die vielen schmackhaften und gesunden Früchte treiben und tragen zu können. An den Tomatenpflanzen entstehen Blütenstände von bis zu 25 Einzelblüten. Es gilt jedoch zu sagen, dass nur Blüten, die ausreichend bestäubt sind, auch kräftige und gesunde Früchte hervorbringen. Gelbe Tomatenblüten sind zwittrig. Damit wird die Aussage getroffen, dass sie sowohl männliche als auch weibliche Blütenorgane in sich tragen. In der Regel befruchten sich Tomaten selbst. Der Pollen ist schon befruchtungsfähig bevor die Blüten voll aufgeblüht sind. Um die Bestäubung der Tomaten zu fördern, kann man sie zweimal wöchentlich um die Mittagszeit schütteln. Gerade in Gewächshäusern ist das sinnbringend, wenn man wegen der Witterung die Fenster geschlossen hält. Im Freiland würde der Wind für diese Art der Unterstützung sorgen.

Sind die Fenster jedoch geschlossen, muss der Mensch diesen „Wind“ entsprechend ersetzen. Beim Auspflanzen der Tomaten sollte man die Pflanzen etwas tiefer stellen als vorher. Auch eine Schrägpflanzung ist hin und wieder üblich. Hinzu kommt, dass der Pflanzenabstand zwischen einem halben und einem Meter differieren kann. Er richtet sich nach der jeweiligen Tomatensorte. Um starke Pflanzen auszubilden, benötigen Tomaten humosen, kalkhaltigen und stark gedüngten Boden. Der Bedarf an Wasser und Licht ist sehr hoch. Bei feucht-kühler Witterung reagieren Tomaten jedoch sehr empfindlich. Es ist also wichtig, bei den Tomatenpflanzen für einen Regenschutz zu sorgen. Dafür genügt schon eine Gewächshausfolie, die über Pfähle gespannt wird. Ausreichende Belüftung der Tomaten ist sehr wichtig. Kompost ist bestens geeignet, um die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Neben speziellem Tomatendünger eignen sich auch Mulchschichten aus Brennnesseln. Tomaten wachsen gern Jahr für Jahr am selben Platz. Stellt man bei den Pflanzen jedoch eine Erkrankung fest, sollte der Pflanzort gewechselt werden. Handelt es sich um Busch- oder Stabtomaten, sollten die Pflanzen unterstützt werden. Die meisten Stabtomaten werden bis auf drei Haupttriebe ausgebrochen. Auf diese Weise kann man die Wuchsform luftig halten und die Zahl der Früchte eindämmen. Hauptsächlich wärmeliebende Sorten reifen auf diese Weise wesentlich besser aus. Sowohl bei Buschtomaten als auch bei den Sorten mit kleinen Früchten, ist diese Handlung nicht notwendig. Obwohl Tomatenpflanzen sehr viel Wasser brauchen, sind sie gerade in diesem Punkt sehr anpassungsfähig. Werden die Pflanzen also relativ trocken gehalten, wie etwa in wärmeren Ländern, sind die Früchte zwar hartschaliger, besitzen jedoch wesentlich mehr Aromen und schmecken daher umso intensiver. Daher verzichten viele Hobbygärtner auf häufiges Gießen und konzentrieren sich umso mehr auf das Aroma der Früchte.

 

Fazit

Es gibt eine Vielzahl von Rezepten, in denen unter anderem Tomaten eine wesentliche und wichtige Rolle spielen. Dabei soll nicht vergessen werden, dass man Tomaten im Handel auch als gestückelte und geschälte Tomaten erhalten kann. Auch getrocknete Tomaten gehören beim Einkaufen zum gewohnten Bild. Selbstverständlich gehören Tomaten in den verschiedenen Rezepturen zum Belag von Pizza oder haben ihren nicht unwesentlichen Anteil an Nudelsoßen. Ganz klar kann man Tomaten auch einfach waschen und in Scheiben schneiden und mit Pfeffer und Salz würzen oder aber als Tomatenbrot verzehren. Da diese Früchte so vielseitig verarbeitet und eingesetzt werden können, ist es ein Leichtes, täglich etwas für die eigene Gesundheit zu tun und dabei ein tolles Geschmackserlebnis zu genießen. Von kräftig-deftig bis hin zu leicht und kalorienbewusst lässt sich diese aromatische Frucht verarbeiten. Seit die Tomate von Christoph Kolumbus eingeführt wurde, hat sie ihren Siegeszug in Europas Küchen angetreten. Lange hat sie um diese Bedeutung gekämpft und ist jetzt aus der gesundheitsbewussten Ernährung überhaupt nicht mehr wegzudenken. Jeder weiß um die krebsvorbeugende Bedeutung. Auch ihr Vitamingehalt ist ganz sicher nicht von der Hand zu weisen. Daher ist es wichtig, schon Kindern beizubringen, Tomaten zu essen. Selbst wenn man eventuell Tomaten nicht mag, sollte man auf Ketchup nicht verzichten.

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Kürbis

Kürbis

Der Kürbis als gesundes Nahrungsmittel

Mit ca. 800 Sorten gilt der Kürbis als Symbol für die Vielseitigkeit und Launenhaftigkeit der Natur. Der Kürbis ist zudem das Gemüse mit den größten Früchten. An den Kürbis denken viele erst zu Halloween oder wenn es an die Herbstdekoration geht. Manch einer isst gelegentlich Kürbiskerne und vielleicht kommt auch einmal eine Kürbissuppe auf den Tisch (leider häufig aus der Tüte). Der Kürbis wird heute also meist vollkommen vernachlässigt. Dabei steckt der Kürbis voller Überraschungen. Sein Vitalstoff-, Nährstoff- und Ballaststoffreichtum machen aus dem Kürbis ein Superfood, das bei vielen Leiden – wie z. B. Entzündungen, Nierensteinen, Depressionen, Hautirritationen und parasitären Infektionen – verstärkt gegessen werden sollte. Der Kürbis lässt sich übrigens nicht nur in eine Suppe verwandeln. Man kann aus dem Kürbis auch Gemüse, Brot, Kuchen, Salat, Bratlinge, Soufflés, Brotaufstriche und vieles mehr zaubern. Bevor wir jedoch zu den Rezepten kommen, lassen Sie uns einen Blick auf den Vitalstoffreichtum des Kürbisses und auf seine gesundheitlichen Vorteile werfen: Kürbiskerne liefern Vitamin E in einer riesigen Bandbreite und darüber hinaus auch die Vitamine A und C. Außerdem ist der Kürbis eine exzellente Quelle für Ballaststoffe. Eine halbe Tasse Kürbisfleisch enthält etwa fünf Gramm davon. Wenn Sie also eine Gemüseplatte mit u. a. zwei Tassen Kürbis essen, dann decken Sie allein mit dem Kürbis schon zwei Drittel Ihrer täglich empfohlenen Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm. Eine adäquate Aufnahme von Ballaststoffen schützt vor Herzerkrankungen, hilft Ihnen beim Abnehmen, verbessert die Verdauung und gleicht die Blutzuckerwerte aus. Das Fruchtfleisch des Kürbisses ist sehr reich an Kalium und stärkt daher die Herzgesundheit, indem es Bluthochdruck entgegenwirkt. Das Zink im Fruchtfleisch stärkt das Immun- und das Fortpflanzungssystem. Die Kürbiskerne liefern natürlich noch mehr Zink als das Kürbisfleisch. Kürbiskerne sind auch sehr proteinreich. Sie enthalten ganze 24 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und können daher sehr gut zur Deckung des Proteinbedarfs beitragen. L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure. Der Körper kann sie also nicht selbst herstellen. Da Kürbiskerne reich an L-Tryptophan sind, können die kleinen grünen Kerne bei Stimmungstiefs eingesetzt werden, denn der Körper produziert aus L-Tryptophan das Wohlfühlhormon Serotonin. Im Öl der Kürbiskerne sind zudem Stoffe enthalten, die dazu führen, dass sich Darmparasiten nicht mehr an der Darmwand festhalten können, so dass Kürbiskerne oder deren Öl bei Parasitenbefall hilfreich sein können. Kürbiskerne fungieren außerdem als ein natürliches Diuretikum, wirken also harntreibend und können erfolgreich bei Reizblasenbeschwerden eingesetzt werden. Durch den täglichen Verzehr von fünf bis zehn Gramm Kürbiskernen soll ferner der Bildung von Nierensteinen entgegengewirkt werden können. Auch Prostatabeschwerden sind mit Kürbiskernen deutlich zu lindern. So nimmt man über mehrere Monate hinweg täglich morgens und abends jeweils zwei gehäufte Esslöffel Kürbissamen mit etwas Flüssigkeit gut zerkaut ein. Empfehlenswert ist hier jedoch die parallele Einnahme von Sägepalmenfrucht- und Brennnesselwurzelpräparaten.

 

Anzucht des Kürbisses

Kürbisse sind wärmeliebend und können ab Mai im Freiland ausgesät und bis zu den ersten Frösten geerntet werden. Wenn Sie möchten, können Sie im Frühling Jungpflanzen vorziehen und diese dann ebenfalls ab Mai ins Freiland setzen. Kürbisse benötigen mit ihren sehr langen Ranken viel Platz und daher einen Pflanzabstand von bis zu 150×150 cm. Sie wachsen gut in der Nähe von Sonnenblume oder Zuckermais, da sie so etwas Schatten haben. Kartoffeln eignen sich weniger als Gemüsenachbarn. Sobald sich Früchte bilden, haben Kürbisse einen erhöhten Wasserbedarf. Dies liegt auch an der Größe der Blätter, über die viel Feuchtigkeit verdunstet. Gießen Sie allerdings die Pflanze gezielt, d.h. nicht von oben. Denn “über Kopf” gegossen erhöht sich die Gefahr, dass Ihr Kürbis von Mehltau befallen wird. Ansonsten können Sie Kürbisse sich selbst überlassen und werden sogar überprüfen müssen, ob Sie den Wuchs nicht begrenzen wollen. Sie können dem Wuchs Einhalt gebieten, indem Sie entweder die Rankenden kaputttreten – sie sterben dann ab und wachsen nicht mehr weiter – oder Sie schneiden die Ranken (immer wieder) ab. So ist die Pflanze gezwungen, sich auf die angesetzten Früchte zu konzentrieren und keine Kraft in viele neue Früchte, die nicht ausreifen, zu vergeuden. Bei den reifenden Früchten kann es vorkommen, dass Sie von Fäulnis befallen werden. Um dies zu vermeiden, können Sie eine Schicht Stroh oder ein Brett unter den Kürbis legen. Achten Sie darauf, dass die Früchte nicht verletzt werden. Sofern der Stielansatz nicht beschädigt ist, können Sie die Kürbisse bis 15 Grad problemlos lagern. Die Lagertemperatur ist also höher als bei den meisten Gemüsearten. Lassen Sie die Kürbisse möglichst lange draußen, so nehmen sie noch an Gewicht und Geschmack zu. Allerdings müssen Sie sie vor dem ersten Frost ernten.

 

Rezepte mit Kürbis

Angesichts all dieser Vorteile macht das Kürbis-Schlemmen gleich doppelt Spaß: Was lässt sich nun mit dem Kürbis und seinen Kürbiskernen am besten anstellen? Im Internet finden sie unzählige Rezepte für den Kürbis von Suppen bis zu Desserts mit dem gesunden Gemüse. Aber nicht nur das Fruchtfleisch der Kürbisse ist gesund auch die Kürbiskerne können ganz einfach ins Müsli gemischt oder über Salate und Gemüseplatten gestreut werden. Wenn Sie Brot backen, dann können Sie auch ein Kürbiskernbrot backen, indem Sie die Kürbiskerne einfach in den Teig kneten. Zwei eher unbekannte Rezepte aus der Vitalkostküche sind Kürbiskern-Käse und Kürbiskern-Cracker aus gekeimten Kürbiskernen.

 

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Mohrrübe – Mehr als eine Beilage

Mohrrübe

Ob man sie nun Möhren, Karotte, Gelbe Rüben oder Mohrrübe nennt – gemeint ist immer das traditionelle orange Gemüse. Die Karotte wird bereits seit Jahrhunderten sehr gerne in Deutschland in sämtlichen Variationen als Beilage gereicht. Ob gegart, geschmort oder überbacken – die Möhre ist in sämtlichen Formen und Zubereitungen lecker und immer nährstoffreich. Doch das die Möhre mehr kann, als eine fade Beilage zu einem Gericht zu sein, ist schon lange klar! Im Trend liegen jetzt Möhren – Ingwer – Suppen oder leckere Möhrenpürees. Ganz traditionell wird die Möhre jedoch als Beilage zu Fleischgerichten serviert. Ihr beliebtester Partner, ist die Erbe, denn viele Gerichte zeichnen sich durch die Kombination von Möhren mit Erbsen aus.

Möhren können nicht nur längerfristig gelagert werden, sondern auch deutschlandweit angebaut werden. Dadurch gibt es das Gemüse zu jeder Jahreszeit im Handel oder dem Marktstand zu kaufen. Die Frische der Möhre erkennt man daran, dass die orange leuchtet und keine Schäden oder Flecken aufweist. Die frische Möhre ist fest und kräftig. Dieses Gemüse zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass es einen sehr hohen Carotingehalt aufweist. Durch diesen entsteht auch die orange Färbung der Karotte. Dieser ist für den Körper besonders wichtig, da er das Sehvermögen schützt, das Immunsystem stärkt und zudem gut für die Haut ist.

Durch die Nährstoffe und das Carotin in der Möhre, werden die Talgdrüsen in der Haut angeregt, sodass diese weniger zu Trockenheit neigt. Zudem kann der Farbstoff der Karotte ähnlich wie ein Lichtschutzfaktor in der Sonnencreme, die Haut vor UV-Strahlungen schützen. Weiterhin können Karotten bzw. Möhren bei Kreislaufstörungen helfen und effektiv gegen Magenbeschwerden wirken. Doch nicht nur der Carotingehalt ist bei der Möhre besonders groß, denn zusätzlich enthalten sie kaum Fett und sind daher sehr kalorienarm und super für eine gesunde, fettarme Ernährung geeignet. Die Möhren haben daneben noch einen großen Ballaststoffgehalt, der die Darmfunktionen unterstützt und magenfreundlich wirkt. Zusammen mit anderen Gemüsesorten hat man so super schnell einen gesunden, kalorienarmen Snack, mit dem man dem Körper etwas Gutes tun kann und der zeitgleich lecker schmeckt!

 

Anbau der Möhre

Da die Möhren das ganze Jahr über hinweg gedeihen kann, eignet sich das deutsche Wetter bestens, um Möhren selber im eigenen Garten anzupflanzen. Zusätzlich gestaltet sich der Anbau sehr einfach – jedoch neigen diese oft zu Schädlingsbefall oder Pflanzenkrankheiten. Diese können jedoch mit ein wenig Pflege umgangen werden. Besonders gut gelingt der Anbau von Möhren auf Sandböden. Dieser sollte zudem gut gelockert sein. Zwischen den einzelnen Reihen sollte hierbei ein Abstand von ca. 25 cm eingehalten werden, während die einzelnen Pflanzen ca. 4 cm Platz dazwischen aufweisen sollten. Nach der Ernte können die Möhren kühl und lichtgeschützt mehrere Wochen lang gelagert und aufbewahrt werden.

Regelmäßige Pflege und die frühzeitige Entfernung von Unkraut schützt die Möhren vor Erkrankungen. Besonders durch die Möhrenfliege können die Möhrengewächse tiefgreifende Schäden davontragen. Diese legt ihre Eier im Boden ab und die daraus schlüpfenden Larven fressen sich in die Wurzeln und zerstören die Pflanze somit. Schützend helfen hier Netze über den Gewächsen.

 

Ursprung der Möhre und Lagerung

Ursprünglich entstammt die Möhre bzw. Karotte oder gelbe Rübe, aus Asien- aufzeichnungen zu folge wurde die Möhre jedoch schon in der Antike als Heilpflanze genutzt. Die Karotte steht mittlerweile sogar auf Platz 2 der beliebtesten Gemüsesorten Deutschlands. Vor der Möhre steht lediglich die Tomate auf Platz 1. Da die Möhre leicht verträglich und bekömmlich ist, wird diese auch gerne aufgrund der Nährstoffe und Vitamine als Babynahrung verwendet.

Möhren sollten ohne Blätter gelagert werden und können anschließend geschält, blanchiert oder gekocht werden. Das Beta-Carotin in der Karotte löst sich jedoch nur langsam. Um diese Stoffe und das einmalige Aroma der Karotte jedoch maximal zu entfalten, sollte die Möhre immer mit etwas Öl angedünstet werden. Dadurch kann das Beta-Carotin seine volle Wirkung entfalten und sich fettlösend auswirken. Im Sommer können die Möhren geraspelt oder geschnitten in einen Salat gegeben werden. Im Winter dagegen macht sich die Möhre ideal in einem leckeren Eintopf: Kartoffeln und Möhren geben hierbei eine perfekte Kombination ab!

 

Möhren als Snack – roh oder gekocht!

Die Möhre ist immer ein Genuß – ob roh mit Dips vor dem Fernseher oder als Beilage zu einem Abendessen. Außergewöhnliche Kuchen und Süßspeisen lassen sich mit Möhren ebenfalls fertigen: so werden Brote oder Muffins beispielsweise durch die Zugabe von geriebenen Möhren besonders saftig und lecker.

Besondere Vitaminbomben sind vor allem selbstgemachte Gemüsesäfte und Smoothies: hier kann man die Möhre mit anderen Gemüse- oder Obstsorten kombinieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem gesunden und zugleich leckeren Möhre -rote Bete – Apfel – Ingwer – Smoothie? Oder einem klassischen, selbstgemachten Karottensaft? Diese Säfte sind nicht nur sättigend, sondern auch eine wahre Wunderkur für den Körper. Kein Wunder also, dass sich Saftkuren einer immer größeren Beliebtheit erfreuen, da sie einfach positiv auf den Körper einwirken und ihn entgiften können. Und kaum ein Gemüse gibt so viel Geschmack ab, bzw. ist so vielseitig einsetzbar in seiner Verwendung, wie die Möhre!

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Radieschen – pinke, scharfen Knollen

Radieschen

Radieschen kennt wohl jedes Kind: dem einen sind sie zu scharf und der andere kann von diesem Gemüse nicht genug bekommen! Klein, rund und pink oder rot – so sehen sie meist aus. Dass es daneben noch weitere Arten und Sorten gibt, ist kaum jemandem bewusst. Radieschen gelten allgemein als sehr gesundes Gemüse. Gerne wird das abendliche Butterbrot damit veredelt oder man nutzt sie als kleiner Dekoration an verschiedensten Speisen. Doch sie können noch viel mehr, als lecker schmecken und nett aussehen! Kein Wunder, dass sie mittlerweile als wahre Wundermittel gelten, denn sie sind unheimlich gesund und nährstoffreich. Sie wirken auch positiv gegen kleinere Krankheiten und werden daher auch als Geheimwaffe gegen Pilze und eine Vielzahl an Bakterien genutzt. Welche Besonderheiten das Radieschen jedoch genau aufweist, wo es herkommt und wie es am besten genutzt bzw. selber angebaut werden kann, erklärt der folgende Artikel.

 

Radieschen als Wundermittel in der Gesundheit

Das Radieschen ist viel mehr, als ein markantes Gemüse. Sein scharfer Geschmack wird meist sofort deutlich. Wer sich wundert, warum sie so scharf sind, bekommt hier seine Antwort: in den kleinen Knollen sind verschiedene Pflanzenstoffe enthalten, wie z.B. Allyl-Senföl, die die Schärfe ausmachen. Diese Stoffe wirken wiederum gegen die Bakterien und Pilze im Magen und schützen somit die Verdauung des Körpers. Außerdem enthalten sie einen hohen Vitamin C Anteil. Wie hoch der Anteil an Vitamin C in dem Gemüse genau ist, lässt sich einfach feststellen, denn pinkere Radieschen haben durchschnittlich mehr Vitamin C, als blassere Exemplare des Knollengemüses.

Vitamin C ist wiederum allgemein bekannt als Schutz für das Immunsystem. Doch nicht nur das, denn sie wirken sich sogar auf das Hautbild aus: sie enthalten Selen, was wiederum als Anti-Aging Mittel genutzt wird. So kann man durch den Genuss von Radieschen ganz leicht auch die eigene Schönheit beeinflussen. Außerdem enthält das Radieschen Eisen und Phosphor. Diese beiden Stoffe stehen für die Energieversorgung des Körpers, eine geregelte Blutbildung und starke Knochen. Kein Wunder also, das das kleine Gemüse als wahres Wundermittel gesehen werden kann und daher manchmal zu Unrecht unterschätzt wird.

 

Die Vielfältigkeit der Zubereitung von Radieschen

Radieschen sehen nicht nur außergewöhnlich aus, sondern sind sie auch noch super lecker. Man kann sie roh, kalt oder warm essen und sowohl zubereitet im Gericht, als auch einfach mit etwas Salz an Snack für zwischendurch. Dadurch, dass sie dem Menschen so viel Energie liefern, werden sie auch gerne als ,,Energiekugeln“ bezeichnet. Zudem sind sie super kalorienarm: sie weisen nur ca. 14 Kalorien pro hundert Gramm auf. Gerne werden sie als Zutat im Salat verwendet: hierfür werden sie einfach einmal längs halbiert und mit den anderen Gemüsesaucen und einem leckeren Dressing serviert. Gerne werden Radieschen jedoch bei anderen Gerichten zur Dekoration verwendet. Von Röschen bis hin zum Einritzen von Mustern in das pinke Gemüse, ist alles möglich! Aber auch als einfacher Snack zwischendurch haben sie sich bewährt und freuen sich hier größter Beliebtheit!

 

Wo kommen die Radieschen her?

Da es Radieschen das ganze Jahr über im Handel zu kaufen gibt, sie jedoch in Deutschland nicht für diese Menge ausreichend angebaut werden können, werden viele aus dem Ausland importiert. Meist stammen diese dann aus Holland, Italien und Ungarn. Natürlich weisen diese Radieschen dann nicht mehr die Frische auf, die sie direkt nach der Ernte hatten, da sie hier einfach über eine längere Zeit hinweg transportiert wurden. Nur direkt nach der Ernte bzw. nach ein paar Stunden Lagerzeit, kann wirklich von einer hervorragenden Qualität bei dem Gemüse gesprochen werden. Nach längeren Fahrten, wie beispielsweise von Italien nach Deutschland, geht ein gewisser Teil dieser Frische des Produktes leider unweigerlich verloren.

Wem die Qualität und Frische bei seinen Produkten besonders wichtig ist, der sollte auf deutsche Betriebe zurückgreifen. Diese sind von März bis Oktober erhältlich. Meist stammen diese Radieschen dann aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz oder aus Nordrhein-Westfalen. Dieser Anbau erfolgt meist per Hand. Schon vier Wochen nach dem Aussähen können die fertigen Früchte geerntet werden. Diese werden danach sortiert, damit auch nur die besten Exemplare in den Laden bzw. auf den Marktstand kommen. Anschließend werden die guten Exemplare gewaschen und vom Laub befreit. Sobald sie für den Verkauf verpackt sind, können sie im Geschäft erworben werden.

 

Die verschiedenen Arten von Radieschen

Wenn man an Radieschen denkt, kommt einem wahrscheinlich direkt das Bild einer kleinen, knollenartigen, pinken Kugel in den Kopf. Kaum einer weiß jedoch, dass es neben dieser bekanntesten Form auch noch andere Sorten gibt. Die bereits genannte, rote bzw. pinke Art, ist zudem die beliebteste. Ihr scharfer Geschmack ist sehr markant und eignet sich super dafür, verschiedenste Speisen aufzupeppen. Neben den rosanen bzw. roten Radieschen gibt es jedoch auch weiße oder violette Exemplare. Auch hier gibt es größere und kleinere Formen. Geschmacklich variiert diese Art jedoch kaum zum bekannteren Radieschen. Eine weitere Form sind die langen, weißen, die aufgrund ihrer Form auch ,,Eiszapfen“ genannt werden. Sie schmecken jedoch eher wie Rettich, als wie das klassische Radieschen.

 

Der eigene Anbau von Radieschen 

Bei den Radieschen handelt es sich um eine Form von Gemüse, die vergleichsweise leicht zu züchten ist. Am besten eignen sich hierfür ein Zeitraum von März bis August. In diesem Zeitraum sollten die Gewächse eingesät werden. Dabei sollte man auf einen Abstand von ungefähr 6 cm zwischen den Pflanzen achten, da die einzelnen Gewächse sonst zu wenig Platz haben und die Wurzeln nicht ausreichend ansetzen können. Insgesamt sind sie nicht besonders anspruchsvoll, was ihre Anpflanzung betrifft, jedoch gedeihen sie in einem halbschattigen Platz am besten. Gerne kann das Radieschen auch mit anderen Arten von Gemüse in einem Beet oder dazwischen angesät werden. Sie benötigen auch nicht viel Pflege. Sie geben sich schon mit etwas Gießen ab und zu zufrieden.

Geerntet werden können die Radieschen bereits ca. 5 Wochen nach der Aussaat. Zu diesem Zeitpunkt sind die Radieschen zwar noch vergleichsweise klein, weisen jedoch den intensivsten Geschmack auf. Wer seine Radieschen lieber milder mag, der kann bezüglich der Erntezeit etwas variieren. Anschließend können die Radieschen bis zu 2 Tagen im Kühlschrank gelagert werden. Wenn man sie in ein feuchtes Tuch einwickelt, erhöht sich die mögliche Lagerzeit.